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„Rasenschach“: Filow bastelt aus Deutschland-Klischees den perfekten EM-Song

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Tagged: Filow

Felix Nier aka Filow ist Streamer, Youtube-Creator und das alles ziemlich erfolgreich. Auf Twitch folgen ihm 180 Tausend Menschen, auf Instagram immerhin fast 100 Tausend und sein quatschiger Content mit Kollegen wie Reeze oder Papaplatte geht regelmäßig viral. Filow ist aber nicht nur ein professioneller Scherzkeks, sondern auch sehr musikinteressiert. So hat er schon letztes Jahr schon halb ironisch, halb ernstgemeint ein paar gar nicht so schlechte Songs veröffentlicht und vor kurzem in einem Livestream mit LGoony, Freddisson und Florida Juicy musiziert.

Dit Runde muss ins Eckige

Ebenso im Livestream entstanden ist sein neuer Song „Rasenschach“ und der könnte gerade auf der EM-Welle Richtung Überhit mitschwimmen. Drei Stunden hat Filow für den Song gebraucht, in dem er eine Persiflage vom fußball-begeisterten Deutschen performt – das heißt Pyrotechnik, problematisches Frauenbild, Deutschland-Schminke und Funny Frisch Chips auf dem Fließentisch sind vorprogrammiert. In der Hook heißt es: „Deutschland, dit Runde muss ins Eckige / Scheiß auf vegan / Ich brauch was Fettiges zum Fressen jetzt“.

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Spiel mit Stereotypen

Dass er seine Parodie im überzogenen Berliner Dialekt vorträgt, sorgt im Netz teils für Belustigung, teils für Kritik. Musikalisch passt „Rasenschach“ aber durchaus zum Sound von Hauptstadt-Acts wie Ski Aggu, Ikkimel und Tiefbasskommando, gemischt mit ein bisschen Bierkönig-Swagger. Vom Ballermann kommen auch die gerappten Klischees, von denen sich Filow zu Beginn des Videos mit einem Disclaimer distanziert: „Ich spiele stark mit Stereotypen und habe keinesfalls das Frauenbild, welches sich im Text wiederspiegelt. Außerdem lebe ich seit sehr langer Zeit vegan. Auch diese Line ist nicht ernst gemeint“.

Muss man das jetzt feiern? Bestimmt nicht. Verstehen alle Hörer:innen, dass die besungenen Klischees nur ironisch reproduziert werden? Wahrscheinlich leider auch nicht. Trotzdem funktioniert der Ohrwurm – und ein gewisses musikalisches Talent kann man Filow definitiv nicht absprechen.

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