Rayan von Blumengarten äußert sich auf Instagram zu Vorwürfen
Der für Ende Januar 2026 geplante Release des Songs „Gut Genug“ von Kitschkrieg mit Blumengarten und Shirin David wurde jüngst verschoben. Kitschkrieg hatten diesbezüglich in einer Instagram-Story mitgeteilt, Blumengarten müssten sich auf die „Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema“ im Bandkreis konzentrieren. Blumengarten teilten die Story zunächst ohne weitere Erläuterung. Nun äußerte sich Blumengarten-Sänger Rayan über den Instagram-Account der Band ausführlicher.
Gegenstand der Aufarbeitung ist ein – mittlerweile gelöschtes – TikTok-Video seiner Ex-Freundin, das vor einigen Monaten veröffentlicht wurde. Darin hat sie erklärt, Rayan habe sie und auch die gemeinsame Zeit ihrer Beziehung in seinen Songs falsch dargestellt. Zudem habe der Sänger die negativen persönlichen Erfahrungen und Traumata seiner Ex-Freundin in seinen Texten verwendet, insbesondere im Song „Sonne im August“, und sie dadurch retraumatisiert.
Distanzierung von Vorwürfen
Zu seiner Entscheidung, sich nun öffentlich zu äußern, schreibt Rayan: „Ich habe lange darüber nachgedacht, ob und wie ich mich zu dieser Thematik äußern soll, doch aufgrund der Falschinformationen, insbesondere Vorwürfen von Missbrauch oder Gewalt, die rund um dieses Thema von Dritten (Nicht von ihr) verbreitet werden, habe ich mich nun entschieden, einige Dinge öffentlich klarzustellen.“ Mit Blick auf die Beziehung, die beide im Alter von 20 Jahren geführt hätten, erklärt er zudem: „Wir haben versucht, uns gegenseitig emotional zu stabilisieren und Dinge aufzuarbeiten, für die man normalerweise professionelle Hilfe gebraucht hätte. Dadurch sind Erwartungen entstanden, denen wir als zwei junge Menschen wahrscheinlich nicht gerecht werden konnten.“
Er entschuldigt sich im Statement dafür, in der Beziehung emotional unreif gehandelt und unzureichend kommuniziert zu haben. Zugleich distanziert er sich von Vorwürfen der Gewalt oder des Missbrauchs: „In unserer Beziehung ging es nie um Dinge wie Zwang, Gewalt, das bewusste Ignorieren von Signalen, Unterdrückung oder Missbrauch, was mir meine Ex-Freundin auch nicht vorwirft.“ Im weiteren Verlauf führt Rayan aus, er habe seiner Ex-Freundin in einem freundschaftlichen Gespräch gesagt, welche Songs durch sie inspiriert waren. Hierbei habe er jedoch nicht seinen kreativen Prozess dargelegt. Demnach seien seine Texte „abstrakt, metaphorisch, emotional und keine 1:1-biografischen Nacherzählungen.“
Klärendes Gespräch sei abgelehnt worden
Weiter heißt es, seine Ex-Freundin sei nach Veröffentlichung ihres Videos mit Forderungen auf ihn zugekommen, etwa Songs zu verändern oder nicht mehr live zu singen. Andernfalls habe sie damit gedroht, private Informationen über ihn zu veröffentlichen. Ein von ihm angebotenes persönliches Gespräch, gegebenenfalls unter Einbeziehung einer neutralen, dritten, von ihr ausgewählten Person, habe sie abgelehnt.
Dazu erklärt Rayan: „Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass keine faire Aufarbeitung möglich ist, weshalb ich schließlich anwaltliche Kommunikation gewählt habe, um meinen Standpunkt einzubringen. Dabei wurde zu keinem Zeitpunkt mit Konsequenzen oder Ähnlichem gedroht. Über einen Brief wurde ausschließlich meine Sicht der Dinge sachlich kommuniziert.“ Das Gesprächsangebot bestehe seinerseits weiterhin.
Verbreitung von Falschinformationen
Im Zuge der öffentlichen Diskussion um sein Privatleben sieht sich Rayan mit unfundierten Spekulationen um sich und seine Ex-Freundin konfrontiert. Nach eigener Aussage haben sich diese Erzählungen verselbstständigt, wodurch falsche Darstellungen über seine Person entstanden seien. In seinem Statement richtet er abschließend einen Appell an die Online-Community: „Deshalb schockiert es mich zu sehen, wie solche Behauptungen über mich und die Beziehung ins Netz gestellt wurden und sich daraus Narrative entwickelt haben, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben. Bitte verbreitet keine Falschinformationen.“
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