Resi Reiner fühlt sich „Naja, geht so“
Die Österreicherin Resi Reiner feierte vergangenes Jahr mit „Ich will nach Italien“ ihr Debüt in der Musikbranche und lieferte uns damit einen warmen Spätsommerhit. Darauf folgten „Tischtennis“ und nun „Naja, geht so“ – Songs irgendwo zwischen Indie und verspielten Antischlager.
Resi Reiner braucht nicht viel Text, um ein Gefühl perfekt einzufangen. Wenn sie den Sehnsuchtsort Italien mit einer zerbrechenden Beziehung verbindet oder mit Tischtennis im Park den Bogen schlägt zu einer vergangenen Beziehung, hat man die Szenen sofort bildlich vor Augen. Mit dem Wunsch, alles hinter sich zu lassen, aber gleichzeitig zu wissen, dass das nicht die Lösung ist, oder dem Vermissen von einfachen Dingen, wie bei ihr das nächtliche Tischtennis spielen, kann man sich sofort identifizieren.
So trifft auch ihr neuer Song „Naja, geht so“, den Nagel auf den Kopf: „Mein Laster ist schon lange Zeit die Orientierungslosigkeit / Weiß wieder mal nicht wo ich hin will / Meistens tu ich so als ob / Und suche mir einen neuen Job / Ob das hilft, naja, geht so“
Resi hat zu ihren lockeren Reimen einen unglaublich entspannten und beschwingten Sound, von dem man mehr möchte, um jetzt schon seine Sommerplaylists füllen zu können.
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