Rin holt den ikonischen Sound von Nirvana ins Jahr 2021
Dass sich Rin mit jedem neuen Projekt weiterentwickelt, ist kein Geheimnis. Allein was die Qualität und den Detailreichtum der Produktionen angeht, hat der Bietigheimer Star mit „Nimmerland“ eindrucksvoll gezeigt, dass ihm niemand so leicht das Wasser reichen kann.
Nachdem er zuletzt den brachialen Banger „Dirty South“ veröffentlichte, meldet er sich nun mit „Meer“ zurück und stößt seine jüngere HörerInnenschaft vermutlich ziemlich vor den Kopf. Denn statt brutalen Synthies und bretternde 808s erklingen zu Beginn sphärische Gitarren, die dem ein oder anderen Nirvana-Fan vielleicht bekannt vorkommen dürften. „Heart-Shaped Box“ heißt der Song, an dem sich Rin und Alexis Troy bedient haben, um den dreckigen Grunge der 90s in das 21. Jahrhundert zu befördern und einen neuen Anschliff zu verpassen.
Rin auf Grunge? Klingt auf dem Papier erstmal absurd, funktioniert in der Realität aber unfassbar gut. Könnte vielleicht daran liegen, dass die gesamte Produktion „Grungy“ ausgefallen ist und eben sogar die Drums live eingespielt klingen, so richtig Nirvana-Type dreckig eben. Auch das Video ist mehr als sehenswert, welches zusammen mit der Produktionsfirma Saymyname. entstanden ist, die in der Vergangenheit unter anderem auch schon mit Rins Labelkollegen Yugo einen Streifen gedreht haben. Wir sind jedenfalls positiv verwirrt über die neue Richtung, die Rin mit „Meer“ einschlägt, bleibt abzuwarten was der Sound-Tüftler sonst noch so alles auf seinem neuen Album „Kleinstadt“ für uns in Petto hat.
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