Royal Blood bitten mit „Boilermaker“ zum Tanz
Unter Fans der Band Royal Blood war die neue Single „Boilermaker“ schon durch Festivals (als diese noch stattfinden konnten) oder durch die digitale Liveversion durchaus als Hit bekannt. Es war einer der ersten Songs, die für das Ende April erscheinende und insgesamt dritte Album „Typhoons“ entstanden ist. Bereits mit den letzten Auskopplungen wurde deutlich, dass die neue Platte sich dem tanzbarem Groove verschrieben hat und Elemente aus dem Disco und House beinhaltet.
Mit „Boilermaker“ setzt das Rockduo aus Brighton jedoch auf die Essenz des Projektes – unwiderstehliche Rhythmik, laute Gitarrenriffs und dröhnender Bass mit der charakteristischen Stimme des Sängers und Bassisten Mike Kerr. Produziert wurde die neue Single in L.A. im Studio von niemand geringerem als Josh Homme, dem Mitglied der Band Queens of the Stone Age.
„Dies ist ein schriftlicher Bericht von der Frontlinie meiner eigenen Selbstzerstörung. Auf der Jagd nach allem, was giftig ist, egal wie grotesk die Kombination ist.“, heißt es in einem Statement von der Band auf Instagram. Die düstere thematische Ebene, die sich hinter der schwungvollen Fassade versteckt, zeigt sich auch im Musikvideo von Musiker und Videokünstler Liam Lynch. Quasi aus dem Grabe ersteht eine Person mit Schnabelmaske auf und ruft damit sofort Assoziationen mit den früheren Pestärzt:innen hervor. Die Pandemie hat es also bis in die hinterste Ecke der Köpfe geschafft. Neben den unterschiedlichsten Maskierungen und ikonischen Bewegungen bleibt vor allem auch ein fliegender Shaker nach dem Clip in Erinnerung.
Das neue Album „Typhoons“ mit seinen elf Songs wird also vor allem tanzbar! Hoffentlich kann man sich von diesem Eindruck auch Live eines Tages wieder selbst überzeugen.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.