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Posttraumatischer Stress bei jedem Mensch der schwarz ist – Samy Deluxe adressiert weiße Ignoranz in neuem Song

Posted in: News

„Keiner scheint uns zuzuhören, wenn wir sagen: ich und viele meiner Leute können nicht atmen“ rappt Samy Deluxe zu Beginn seines gestern veröffentlichten Songs „i can’t breathe“. Am heutigen Montag, ist der rassistische Mord am US-Amerikaner George Floyd genau zwei Wochen her. Zwei Wochen, in denen das Thema rassistische, weltweit existierende Polizeigewalt gegenüber schwarzen Menschen, sowie auch struktureller und individueller Rassismus an sich in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist. Schwarze AktivistInnen, genauso wie KünstlerInnen und JournalistInnen prangern (nicht erst seit zwei Wochen) die Tatsache an, dass erst aufgrund eines erneuten Mordes durch einen weißen Polizisten, das Bewusstsein einer weißen Mehrheitsgesellschaft für systmatische Unterdrückung und Benachteiligung geschärft wurde. Dass erst ein Handyvideo im Netz viral gehen musste, um auch uns weißen Menschen glaubhaft zu machen, wie omipräsent rassistische Strukturen immer noch sind. In Anlehnung an dieses Video-Dokument, hat auch Samy Deluxe das begleitende Video zum Song in 16:9 veröffentlicht. „Falscher Stolz und Bildungslücken oft die Leitmotive, alles nur ne Aufklärungsfrage, kaum ne schlaue Reportage“ prangert Deluxe im gleichen Song die Ignoranz und das Nicht-hören-wollen der weißen Mehrheitsgeschellschaft an. Während sich ein Großteil der weißen Gesellschaft mit einem schwarzen Quadrat in Sichheit wiegt, weil damit ja öffentliche Anteilnahme bekundigt wurde, kämpfen schwarze Menschen diesertage unermüdlich darum, die Notwendigkeit einer gründlichen, strukturellen Veränderung deutlich zu machen, indem sie nicht zu selten, ihre eigenen, traumatisierenden Erlebnisse der Vergangenheit nacherzählen. „Mehr als eine zwangsoptimistische Grundhaltung“ fordert Deluxe in einem Statement gegen Ende des Videos ein, bevor man abschließend Ausschnitte aus den letzten Minuten George Floyds sieht.

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