„Sendet doch bitte Affen. Ich hab sie lieber als deren Waffen“: Flut verpacken in ihrer neuen Single Gesellschaftskritik in metaphorischen Lyrics
Flut haben sich seit ihrem Eintritt in die deutschsprachige Musikszene vom Geheimtipp zu einem festen Bestandteil der österreichischen Alternativ-Pop-Landschaft entwickelt. 2018 veröffentlichte das Quintett sein erstes Album „Global“, für das sie unter anderem mit Produzent Zebo Adam (Bilderbuch) zusammenarbeiteten und ihren 80er-Jahre inspirierten Sound festigten. HörerInnen der Indie-Band aus Oberösterreich werden beim Skippen durch den aktuellen Releaseradar nach wenigen Sekunden merken, dass ein rhythmischer Gitarren-lastige Post-NDW-Sound hier seine Kreise zieht. „Sendet Affen“ heißt der gestern veröffentlichte Titel von Flut, dessen Soundbild eindeutig die Handschrift der Band trägt und an ein Wortfeld anknüpft, dass die Österreicher schon vor geraumer Zeit mit ihrem Song „Sterne“ eröffneten. 2017 erscheint als Teil der „Nachtschicht“-EP ein Song über die leuchtenden Himmelskörper und klingt nicht nur abgespaced, sondern erzählt die Weltraumthematik in all ihren Einzelheiten: Raketen, Planeten und Schwarze Löcher. Da Flut in „Sterne“ allerdings Leika (erster Hund im All), Gordon (erster Affe im All) und ihre tierischen Weltraumfreunde vergessen haben, arbeiten sie die Thematik metaphorisch in „Sendet Affen“ wieder auf. Unterschwellig zeichnen die fünf Musiker mit dem bildhaften Songtext ein subjektives Bild der aktuellen Geschehnisse und der heutigen Gesellschaft und bewegen sich damit, wie zuvor schon in ihrer Single „Zur Zeit“, im Hier und Jetzt. Dem humoristischen und trotzdem tiefgründigen Text verleiht Sänger Johannes Paulusberger auf seine ganz eigene ungezwungene Art eine grazile Leichtigkeit, die sicherlich auch für den unverkennbaren Ohrwurm-Charakter sorgt. Die Zeile „Sendet doch bitte Affen“ könnte damit ein treuer Begleiter der nächsten Tage werden.
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