Simon Will macht jetzt auch (öffentlich) Musik – für den „Moshpit“
Simon Will hat da diese Karriere am Hals: Auf YouTube, TikTok und Insta folgen ihm gut eine Million Menschen, liken und teilen seine Vlogs, Sketche und Parodien. Wer ihm aber eine Weile folgt, merkt schnell, dass sein Herz auch noch für eine andere Kunstform schlägt. Großgezogen mit Punk-Pop, HipHop und Nirvana-Gitarren sagt er selbst: „Ich habe schon mein ganzes Leben Musik gemacht. Aber das steht vermutlich in so ziemlich jeder Künstlerbiografie, oder?“ Tut es. Aber das macht ja nix … Trotz oder gerade wegen seines Erfolgs als Creator sagt er: „Ich bin ganz natürlich in dieses Creator-Leben reingewachsen und mega dankbar für alles, was ich erleben durfte. Aber es war immer auch ein Fluch, weil ich dachte: Wenn ich mir die Zeit nehme, für die Musik in die Tiefe zu gehen, um diese Fragen wirklich und ernsthaft zu beantworten, vernachlässige ich ja die Kanäle, auf denen die Leute ständig neuen Content von mir erwarten. Aber irgendwann war klar: Wenn ich wirklich zu mir selbst finden will, muss ich diesen Cut machen.“
@simonwill Replying to @victor_c.scoot ♬ Moshpit – Simon Will
Erst Auszeit, dann zweiter Karrierestart
Den Cut machte Simon ziemlich konsequent. Stellte die Accounts offline, löschte alle Apps von seinem Handy, nahm seinen Kumpel und nun Gitarristen Leon mit auf einen einmonatigen US-Tripp, zog danach von Köln nach Berlin. Wo er dann mit Leon so langsam den Sound formte, den er fahren will: „In den letzten Jahren habe ich immer mal wieder Pop-Songs gemacht, aber eigentlich brenne ich viel mehr für den härteren Sound. Musik mit Gitarren und mit Band, die man auch richtig aufdrehen kann.“
Es dauerte noch ein Jahr, bis seine vollständige Band und sein Producing Team stand – aber nun hat er alles zusammen und schon gleich eine Debütsingle namens „Moshpit“ am Start. „Ohne, dass ich genau wusste, worauf ich warte, sind es genau diese Entwicklungen gewesen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um das neue Kapitel zu starten und endlich anzufangen, mit Songs nach draußen zu gehen. Ich kann es echt kaum erwarten!“
Seine Debütsingle ist feiner Pop-Punk, lässig getextet, mit einem Chorus, der sich langsam ranschleicht, den Kreis öffnet, die schwebenden Sekunden feiert, bis der Drop kickt und man tatsächlich gut dazu in den „Moshpit“ springen kann.
Zuletzt hat Simon Will uns bei Rock am Ring besucht:
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.