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„Softpower“ & „Dino“: Bilderbuch stürzen sich mit zwei neuen Singles in den Psychedelic Rock

Posted in: News
Tagged: Bilderbuch

Bloß nicht stehenbleiben! Wenn man sich durch die Diskographie von Bilderbuch hört, scheint das die oberste Maxime zu seine. Kein Album der österreichischen Band um Sänger Maurice Ernst klingt wie das andere, ständig erfindet man sich neu, zuletzt im vergangenen Jahr mit dem liebestrunkenen „Gelb ist das Feld“. Nun melden sich Bilderbuch in Rekordzeit zurück, wieder mit einem neuen Sound, den sie auf gleich zwei neuen Singles vorstellen.

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Die Band im Spotlight

Und was für ein 180-Wendung es ist, die Bilderbuch da mit „Softpower“ und „Dino“ vollziehen! Das spiegelt sich vor allem im eindrucksvollen Musikvideo zur Single. Dieses beginnt erstmal mit verstrahlten Sound-Effekten, so weit, so Bilderbuch. Zu sehen ist allerdings nicht Maurice, sondern Schlagzeuger Philipp „Pille“ Scheibl, und der verdrischt im folgenden für knapp eine Minute völlig solo seine Drums, als würde sein Leben davon abhängen, getaucht in flackerndes Scheinwerferlicht. Irgendwann setzt dann ein körniges Fuzz-Gitarren-Riff ein, das schon beinahe an die Sound-Tüftler von Polyphia erinnert, und erst nach einer Minute und 20 Sekunden macht dann Maurice, oder sein dämonisches Abbild im Spiegel an der Wand, den Mund auf.

In beiden Songs nimmt sich der sonst so schillernde und extravagante Sänger spürbar zurück und lässt seinen Bandkollegen den Vortritt, die sich an ihren Instrumenten austoben dürfen, wie selten zuvor. Die Stimme ist eingebettet in das laute Sound-Getöse, mit zahlreichen Hall-Effekten, die an den psychedelischen Rock der 60er und 70er denken lässt. Diese Ästhetik passt übrigens bestens zum letzten Bilderbuch-Erzeugnis, dem Kurzfilm „This is a f*cking dream“, mit dem die Band ihre letztjährige US-Tour in surrealen Bildern verarbeitet, die mehr mit einem Pilz-Trip als mit einem herkömmlichen Live-Vlog zu tun hatten. „Softpower“ und „Dino“ nehmen sich den analogen, gitarrigen Sound der letzten, süffig-süßen Platte “Gelb ist das Feld“, ziehen allerdings gehörig das Tempo an und schalten in einen Gang, mit dem sie gerne zu ihrem nächsten Album weiterfahren können.

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