Songempfehlung: Mola – Psychogirl
Mola hat keinen Bock auf romantisierenden Liebesquatsch und beschönigende Verse. Stattdessen liefert die Sängerin seit drei Jahren mitreißenden Anti-Pop, in dem sie rosarote Brillen und Klischees aus ihrem Wortschatz verbannt und sich fragt, was hinter der hübsch verzierten Fassade eines Menschen steckt. Um diese Frage zu beantworten, geht sie vor allem eigenen Gefühlen auf den Grund, krempelt ihre Emotionen nach außen und macht daraus schmerzhaft-ehrliche Songs. Speziell die klare und kraftvolle Stimme Molas versetzt den entwaffnenden Lyrics den gewünschten Nachdruck und erzeugt in melancholischen Momenten eine berührende Gänsehaut. Nach ihren beiden EPs „Baby“ und „Blaue Brille“ veröffentlicht die Musikerin nun ihren bisher dritten Streich, die „Pschogirl“ EP. Der darauf erschienene gleichnamige Track repräsentiert die authentische und selbstbewusste Attitüde, die Mola an den Tag legt. Doch besonders inhaltlich steckt in „Psychogirl“ noch viel mehr, wie die Interpretin verrät: „Psycho Girl ist ein Appell an euch, euer Temperament, eure Crazyness und eure abweichende Meinungen auf keinen Fall zu verstecken!“ Mola räumt mit dem Irrglauben an den Perfektionismus auf und appelliert an ihre ZuhörerInnen, sich nicht anzupassen, sondern seine Individualität samt seiner Makel zu akzeptieren und zu feiern. „Denn egal welche Schwächen man hat oder andere Menschen einem andichten, jede und jeder kann, darf und soll geliebt werden! Ein Mensch der diese vermeintlichen Defizite akzeptiert, ist dabei nicht schwach oder hat zu wenig Durchsetzungskraft, sondern ‚präferiert es (vielleicht einfach) leicht gestört.‘“
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