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Spotify plant signifikante Änderungen an seinem Auszahlungs-Modell

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Schon seit es die Streaming-Plattform gibt, steht Spotify immer wieder dafür in der Kritik, wie gering die Monetarisierung für die jeweiligen Artists ausfällt. Dazu kommen seit einigen Jahren Schlagzeilen über Streaming-Betrug durch Fake-Profile, AI-Musik oder „Songs“, die eigentlich nur Stille beinhalten – alles Tricks, um ein Stück vom großen Streaming-Kuchen abzugreifen. Dagegen will Spotify nun vorgehen, in dem das Auszahlungs-Modell im ersten Quartal 2024 angepasst werden soll. Das berichtet die Website Music Business Worldwide und beruft sich dabei auf Quellen, die in Gesprächen zwischen Spotify und wichtigen Rechte-Inhaber:innen involviert gewesen sein sollen. Demnach plane Spotify, in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde US-Dollar auf „echte“ Künstler:innen und Rechte-Inhaber:innen zu verteilen.

Wie Spotify seine Künstler:innen bezahlt

Bisher setzt Spotify auf ein Pro-Rata-Auszahlungssystem, das heißt die Gewinne durch alle Streams kommen weiterhin in einen gemeinsamen Topf und werden dann auf die verschiedenen Artists verteilt. Das unterscheidet sich zum Beispiel von Tidal, die im letzten Jahr eine Vergütung durch fanbasierte Tantiemen angekündigt haben oder von Deezer, die aktuell in Frankreich gemeinsam mit Universal Music ein Artist-zentriertes Auszahlungssystem testen. Spotify will weiterhin am Pro-Rata-System festhalten, dabei sollen aber drei Baustellen angegangen werden.

Mit drei Schritten gegen den Stream-Betrug

Erstens soll ein Minimum an jährlichen Streams vorausgesetzt werden, bevor man Einnahmen durch Streaming generieren kann. Dieses Minimum soll laut MBW in Zukunft ca. 0,5% aller Inhalte auf Spotify ausschließen – eine Zahl, die erstmal klein erscheint, aber trotzdem umgerechnet für Millionen Streams und Gelder steht.  Zweitens sollen Künstler:innen und Labels, deren betrügerische Aktivitäten auf Spotify entdeckt werden, finanziell abgestraft werden. Drittens möchte man für Non-Musik-Uploads, die nur „White Noise“ enthalten, eine minimale Abspielzeit voraussetzen, bevor diese Einnahmen generieren kann. Bisher hatten solche Inhalte oft eine Spielzeit von 31 Sekunden – also genau so viel, wie es braucht, um auf Spotify Einnahmen zu erzielen.

Bisher wurde dieser Drei-Schritte-Plan von Spotify noch nicht bestätigt.

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