Symba lässt auf „Warum“ keine Fragen offen
Es scheint, als würde Symba eine neue Ära beginnen und die Mischung aus tighten Beats und lässigem Flow auf „Warum“ beantwortet alle potentiellen Fragen. Der Berliner Rapper liefert ab mit diesem von Speckman produzierten 2000er Club-Beat und es fühlt sich an, als müsste man sich für diesen Track erstmal anschnallen.
„Warum“ strahlt nur so vor Selbstbewusstsein und dieser typischen Symba-Ironie. Während auf seiner Vorgängersingle „Dickes Fell“ noch introspektive, melancholische Töne angeschlagen wurden, steigerte er sich auf „Keiner wie ich“ schon in der Statement-Energy. „Warum“ setzt mit seinen rhetorischen Fragen, die keinen Zweifel an Symbas feinem Gespür für den Zahn der Zeit lassen, dieser Steigerung an Selbstbewusstsein eine Krone auf. Symba rappt: „Warum läuft im Club mein Song / Warum drehen sich alle um, wenn ich komm‘ / Warum trage ich am ganzen Körper Gold / Warum hassen meine Feinde mein Erfolg“. Dass er uns bis zum Ende des Tracks keine Antwort gibt, sondern das einfach so als Statement stehen lässt, unterstreicht diese gerechtfertigte Attitüde.
Das Musikvideo zu „Warum“ ist Kino und könnte zu der Treffsicherheit des Tracks nicht besser passen. Mit Lukas Klemm und RB030 konzipiert, nimmt uns Symba mit in die ikonischen Rap-Musikvideos der 2000er. À la 50 Cent und Co. gibt es alles, was das Y2K-Herz begehrt: Regen- und Nachtästhetik trifft auf PS2-Optik, teure Autos, Luxus und eine Einrichtung, die zurückholt, wie man sich in den 2000ern noch die Zukunft vorgestellt hat. Auf „Warum“ kommt Symba messerscharf und kompromisslos daher und macht, dass alle Augen und Blitzlichter zurecht auf ihn gerichtet sind.
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