Tate McRae ist zu jung um traurig zu sein
Zwar litt insbesondere die Kulturbranche unter den Umständen der letzten 12 Monate, doch Tate McRae kann sich eigentlich nicht beschweren: Als YouTubes „Artists On The Rise“, Nominierte bei den MTV Video Awards 2020, auf dem Cover unzähliger Spotify-Playlisten und als jüngste Künstlerin in der „Forbes 30 under 30“-Bestenliste 2021 hat sich die Newcomerin in der Vergangenheit einen Namen in der Branche gemacht und gilt als neuer Stern am Popmusik-Himmel.
Von der Tänzerin zum Popstar
Ihre ersten Gehversuche in der Öffentlichkeit wagt die 17-Jährige innerhalb der 13. Staffel der FOX-Show „So You Think You Can Dance” und behauptete sich als fabelhafte Tänzerin. Zwar erreicht McRae, die bis zu ihrem sechsten Lebensjahr im Oman lebte, „nur“ den zweiten Platz der Talentshow, setzt mit dem dreifachen Gewinn des Titels als „The Best Dancer“ bei den US-amerikanischen Dance Awards jedoch dann endgültig den Startschuss für ein Leben in der Öffentlichkeit – voller Ruhm und Aufmerksamkeit.
Ruhm und Aufmerksamkeit erlangt die damals 14-Jährige insbesondere durch ihren YouTube-Kanal. Diesen rückt sie bewusst in den Fokus der Öffentlichkeit, veröffentlicht dort erste musikalische Ergüsse und etabliert das Format „i wrote a song…“, in dem sie immer wieder brandneue Singer-Songwriter-Tracks veröffentlicht.
Tate McRae – you broke me first
Zu Beginn des letzten Jahres folgt dann ihre offizielle Debüt-EP „all the things i never said“, mit deren Release Tates musikalisches Erfolgsjahr begann. Der Debüt-EP folgten 2020 ihre Erfolgssingle „you broke me first”, die bis heute McRaes meistgestreamte Nummer ist, sowie gelungene Feature-Tracks mit Lil Mosey („vicious“) und Ali Gatie („lie to me“), die der 17-Jährigen internationales Lob diverser Magazine wie Variety, NME, oder E! Young Hollywood einbringen.
Tate McRaes zweites musikalisches Sammelband
Heute steht der Release ihrer zweiten EP „TOO YOUNG TO BE SAD“ vor der Tür und verspricht jugendlich, emotional und teilweise vermutlich auch schmerzhaft zu werden. So enthält der musikalische Sammelband nicht nur den TikTok-Erfolgshit „you broke me first”, sondern auch fünf weitere gefühlvolle Popsongs, die größtenteils vom Trennungsschmerz erzählen.
Tate McRae – bad ones
Der Titel ihrer EP „TOO YOUNG TO BE SAD“ sei genau von den Gefühlen, die sie in ihren Songs besingt, inspiriert, erzählt die 17-Jährige ABC Audio: „Es war hauptsächlich eine Idee, die entstand, als ich meine gesamte EP durchgehört hatte und so war: ‚Oh mein Gott, das ist verdammt tief!‘. Es war (…) super-emotional, alles über Herzschmerz, alles über Dinge, auf die ich mich konzentriert habe, super unbedeutende Details. Ich dachte: ‚Warum konzentriere ich mich so sehr darauf?‘ Ich weiß, ich bin eine Songwriterin, aber ich kann meine Jahre nicht damit verschwenden, so ernsthaft über unbedeutende Dinge nachzudenken.“
Der Geistes-Blitz bringt Tate zu dem heutigen Namen ihrer EP, ändert jedoch nichts daran, dass sie für uns in insgesamt sechs Song ihr jugendliches Weltbild offenbart. Das Liebe, Beziehungen und Drama darin immer eine große Rolle spielen, das ist uns bewusst. Verpackt mit der zarten, zerbrechlichen Stimme der Newcomerin und eingängigen Pop-Einflüssen, ist „TOO YOUNG TO BE SAD“ zwar überwiegend melancholischer Natur, aber auch ein absolut privater Einblick in Tate McRaes Inneres.
Tate McRae – TOO YOUNG TO BE SAD
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