„Taugenichts“: nand wünschte er wäre ein Star
„Taugenichts“ ist eigentlich kein Begriff, der auf den deutschen Indiepop-Künstler Nand zutrifft. Gerade erst hat er mit „Träume in Beton“ sein fünftes Album in fünf Jahren veröffentlicht. Ziemlich gute Quote! Dennoch wiederholt Nand diese „Affirmation“ auf seinem ersten Song nach Albumrelease unentwegt: „Bin ein Taugenichts“
Das „Taugenichts“ nur so von Selbstironie strotzt wird ziemlich schnell klar. Nand begibt sich irgendwo zwischen Wut und Belustigung in die überspitzte Rolle des Albtraums der Klischee-Eltern: Faul auf der Haut liegend wechselt er von Praktikum zu Praktikum und verbringt seine Freizeit mit Tagträumen und Kiffen. Gleichzeitig hinterfragt er damit auf dem, zum Tanzen einladenden, Synthwave-Techno-Instrumental das aktuell hochgepriesene Ideal der Hustle-Culture.
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