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Tränen lügen nicht: ARAIs zweite Single „We Cry“

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Der Wiener Multiinstrumentalist ARAI hatte ein gutes Jahr: Schon die Single „Little Stupid Boy“, die im August rauskam, entwickelte sich in seiner Heimat zum Indie-Hit und landete auf Platz 2 der FM4 Charts. Und man weiß ja selbst in Deutschland: Das sind in Sachen neuer Musik die Charts, die wirklich zählen. „We Cry“ setzt nun auf festlich klingende Vibes, auf smoothen Jazz, ironische Wehleidigkeit und einen spielerischen Umgang mit der Pathos-Keule. „Drama Pop“ könnte man das auch nennen – was ARAI selbst tut. So wird nämlich sein für Frühjahr 2023 geplantes Debütalbum heißen, auf dem „Littles Stupid Boy“ und „We Cry“ zu finden sein werden. Die schönsten Zeilen aus „We Cry“ lauten übrigens: „I was cryin‘ / Mama hit my bum, I was six, I was lyin / I just showed a song to my friends, they‘re not vibin‘ / There‘s so many reason to cry while I‘m trying“. Da weint man doch nur zu gerne mit – und schmunzelt sich einen.

ARAI, der mit bürgerlichem Namen Artur Aigner heißt, spielt in seinen Liedern Gitarre, Klavier, Geige und Schlagzeug. War er Ende 2018 noch als eher klassischer Singer-Songwriter unterwegs, rückten in diesem Jahr diese theatralischen Chorelemente in den Mittelpunkt, die er nonchalant mit ironischen Texten bricht. Das erinnert bisweilen an die Dänen von Junior Senior oder den britischen Songwriter Neil Hannon alias The Divine Comedy. Bei der Umsetzung seiner „Drama Pop“-Vision wird ARAI zur Zeit von dem Wiener Regisseur Rupert Höller begleitet, der dem Drama Pop die visuellen Komponente in den Musikvideos ermöglicht. Wie gut die beiden zusammen passen, sieht man an diesem Clip:

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