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Travis Scott zieht vor Gericht – wegen Rap-Lyrics als Beweis

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US-Rapper wie Travis Scott und Killer Mike haben sich in einen brisanten Fall vor dem US-amerikanischen Supreme Court eingeschaltet. Gemeinsam mit weiteren Hip-Hop-Artists reichten sie eine sogenannte „Amicus Curiae“-Stellungnahme ein, um einen Mann aus Texas zu unterstützen, dessen eigene Rap-Lyrics im Prozess gegen ihn verwendet wurden. Die Musiker argumentieren, dass solche Texte Kunst seien – und keine wörtlichen Geständnisse. 

Im konkreten Fall sollen Staatsanwälte während der Strafphase rund 40 Seiten handgeschriebener Raptexte genutzt haben, um dem Angeklagten ein gewalttätiges „Mastermind“-Image zuzuschreiben und so die Todesstrafe zu untermauern. Kritiker:innen sehen darin ein strukturelles Problem: Gerade im Rap würden fiktionale oder überzeichnete Inhalte häufig als reale Absichten interpretiert. Sollte sich der Supreme Court mit dem Fall befassen, könnte das ein wichtiger Präzedenzfall für den Umgang mit Rap-Lyrics vor Gericht werden.  

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