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„Wann sehn wir uns wieder/Muss ich erst nach Santa Monica?“ – Mit „Santa Monika“ liefert Trille einen bittersüßen Sommerhit

Posted in: News

Wenn man sich den bisherigen Katalog von Trille anhört, wird schnell klar, dass er mit so einigen Musikwassern gewaschen ist. Schon beim Song „Play Soft“, dessen Video diesen Februar bei uns Premiere feierte, erkannte man schnell: Dieser Künstler hat es sich zur Aufgabe gemacht, Genregrenzen zu sprengen. Sein jüngster Streich „Santa Monica“ ist ein weiterer Beweis für seinen Pop-Konventionen verbiegenden Sound. Poppige Synthies, reduzierte Drums und eine prominent platzierte Gitarre treffen auf eingängige und sommerliche Gesangsmelodien, die in sanften Rapflows verpackt werden. Die sonnige musikalische Untermalung bietet dementsprechend Raum für den bittersüßen Text von „Santa Monica“. Inhaltlich bewegt sich Trille nämlich zwischen der allseits bekannten Sehnsucht nach Zweisamkeit an fern gelegenen Orten wie São Paolo, Bangkok, Bali, Rom, London und Santa Monica und dem Konflikt, seiner Liebschaft nicht in diese Städte folgen zu können und in der heimatlichen Bar nebenan gestrandet zu sein. In der Ohrwurm-Hook versteckt der Genre-Jongleur mit den Zeilen „Ich versteh ja, dass du reisen willst/Doch was wenn unser Eisberg schmilzt/Du sagst du bist für mich da, jaja/Doch wo bist du? Du bist in Santa Monica“ übrigens noch ein wenig Kritik an die hiesigen Vielflieger und Dauerurlauber, die das Klima unserer Erde mit ihrer Reise-Sucht nicht gerade entlasten. Trotzdem findet die Flugscham-Thematik auf „Santa Monica“ eher hintergründig statt, schließlich sind die „feel good“-Vibes bei einer stattlichen Sommerhymne regelrecht obligatorisch.

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