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Trille will wie sein MacBook sein

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Unser Alltag ist bestimmt von Leistung – immer höher, immer schneller und immer weiter. Und oft zählt besonders eines: Der Erfolg. Erst wenn es zu spät ist und der eigene Körper und die Seele schlapp machen, ziehen wir die Reißleine. Auch Trille fühlt diesen gesellschaftlichen Leistungsdruck und verbaut ihn in seinem neuen Song „1 Hertz“. „Keine Pause / Auf Anschlag hochgetaktet / Zu viel Tabs im Browser / Nicht drauf geachtet / Was passiert wenn man nie runterfährt / Bin abgestürzt“

Wie viel Leistung ist genug?

Für seine neuen Single hat sich Trille mit Antonia Rug aka Novaa zusammengetan, die 2022 den Preis für Popkultur als beste Produzentin gewann. Gemeinsam haben sie einen neuen Sound entwickelt, der Trille hervorragend zu Gesicht steht. Normalerweise kennen wir den Sänger und Multiinstrumentalisten für seinen alternativen, catchy Indie-Pop, bei dem auch Einflüsse aus dem Rap gern gesehen und gehört werden. Mit „1 Hetz“ wird es in der Diskografie des Musikers aber schwerfälliger und zurückhaltender als zuvor. Über minimalistischen Bedroom-Akustikgitarren zählt Trille ganz intim von seinen Gedanken und Ängsten, in einer Branche, die vom Angebot überflutet wird: „Wie viel Leistung ist genug? / Was heute reicht ist nächstes Jahr schon nicht mehr gut / Welche Features muss ich haben? / Zu viel Konkurrenz in diesem Laden“ .Erst gegen Ende des Songs entfaltet sich die angestaute Energie zu einem großen elektrisierenden Finale aus mechanischen Sounds und Effekten.

Um seine Gedanken und in die Schnelllebigkeit der digitalisierten Welt zu verbildlichen, arbeitet Trille im Songtext von „1 Hertz“ mit Metaphern aus dem Bereich der Technik. „Ich hab 1 Hertz / Kein Terra / Kein Giga / 1 Hertz“. Passend dazu ist auch ein Macbook der Hauptdarsteller in Trilles neuem Musikvideo, das irgendwo zwischen Lyric- und Performance-Video liegt. 

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