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Über allem die Diskokugel: Was steckt hinter dem neuen Joji-Song?

Posted in: News
Tagged: Joji

Mit einer einfachen Klavier-Ballade 2022 viral zu gehen, klingt zugegebenermaßen ziemlich abwegig. Genau das ist aber vor wenigen Monaten Joji mit seinem Song „Glimpse of us“ gelungen, der sich mit seinem berührenden Songwriting in die Herzen von Millionen Musik-Fans geschlichen hat. Nun legt der Ausnahmemusiker und ehemalige Youtuber mit „Yukon (Interlude) nach und zeigt eindrucksvoll, dass er auch treibendere Nummern längst nicht verlernt hat. 

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Von Memes zur Musik

Der Werdegang von George Miller aka Joji ist einer der besonderen Art. In voller Ausführlichkeit haben wir ihn hier für euch zusammengefasst, daher an dieser Stelle nur die wichtigsten Eckpunkte: Vor der Musik-Karriere wuchs Miller in Osaka, Japan auf und zog erst im Alter von 18 Jahren in die Vereinigten Staaten. Hier startet er unter dem Namen FilthyFrank schnell eine YouTube-Karriere, die heute längst legendär ist, gefüllt mit bizarren Memes, Charakteren und nicht zuletzt auch dem Harlem Shake als einem der ersten viralen Internet-Phänomene. Um das Jahr 2017 herum hängt Miller die Karriere als Comedy-Youtuber an den Nagel und widmet sich unter dem Alias Joji zunehmend der Musik. 

Irgendwo zwischen Frank Ocean und James Blake

Fast Forward ins Hier und Jetzt. Joji ist längst ein etablierter und geachteter Musiker, dessen melancholischer Sound nahtlos an Szenegrößen wie James Blake,  Frank Ocean und Jaden Smith anknüpft und bei Millionen von Fans Gefallen findet. Diese Fan-Community war auch nach zwei Jahren Funkstille im Juni noch am Start und stürzte sich heißhungrig auf die herzzerreißende Klavier-Ballade „Glimpse of Us“.

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Würdige Fortsetzung

Nachdem diese an Minimalismus kaum zu überbieten (oder unterbieten?) war, zieht Joji nun mit „Yukon (Interlude)“ das Tempo an. Die neue Single greift den schwermütigen Piano-Sound ihres Vorgängers auf, entzerrt die kunstvolle Melodie aber zu losen Akkorden, die verloren und desorientiert im Raum hängen. In dieses schwebende Klang-Gebilde kommt durch Drum’n’Bass-Rhythmen eine gewisse Unruhe, die wohl gut zu Jojis emotionaler Lage passt. „In a time so slow, I was thinking ‚bout us rearranging pieces / Speeding up on that all-black Demon / Going west, I don’t got no reasons“, singt der Musiker und malt vage Bilder von einer vermissten Person und einer nächtlichen Spritztour, die den Kopf leer pusten soll. Der Text der Yukon-Interlude liest sich, als stünde man vor einer Collage, deren einzelne Teile man erst zu einem großen Ganzen zusammensetzen muss, und ähnlich schaut sich auch das beeindruckende Musikvideo zum Song.

Über allem die Diskokugel

Der Video-Clip ist ein audiovisueller Trip par Excellence, der mit einer ruhigen Aufnahme am Meer startet und uns in Folge durch einen Tunnel aus psychedelischen Bildern, Farben und Effekten schickt. Dazwischen immer wieder: Eine Diskokugel als wiederkehrendes Element, schwebend über Joji wie ein Damoklesschwert. Vielleicht also ein Hinweis auf die Thematik oder den weiteren Sound seines kommenden Albums „Smithereens“? Es bleibt spannend.

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