Über das schmerzhafte Ende einer Freundschaft: Nina Chubas neue Single „3 Uhr nachts“
In ihrer neuen Single „3 Uhr nachts“ verarbeitet Nina Chuba einen schmerzhaften Abschied – nicht aber den von einem/einer ehemaligen Partner:in, sondern von einer Freundin. Wenn Beziehungen enden ist es ja irgendwie klar, dass das wehtut. Das Ende einer Freundschaft, fühlt sich manchmal aber sogar noch schmerzhafter an. Die Gründe für die Trennung sind dabei dann fast ein bisschen nebensächlich – es tut einfach weh!
Die schmerzvolle Erfahrung, dass nicht jede Freundschaft für die Ewigkeit gemacht ist, ist am Ende keine ungewöhnliche – und eine, die Nina Chuba in der Vergangenheit auch schon gemach hat. „SOS dachte doch wir sind gesetzt, zwei Chicas gegen den Rest und auf einmal bist du weg“ Und auch wenn man natürlich über die Trauer hinwegkommt und neue Freundschaften schließt, überfällt einen der Schmerz manchmal ganz gemein aus dem Hinterhalt – so wie bei Nina Chuba um „3 Uhr nachts“.
Schmerzbewältigung mit Nina Chuba
Nina verarbeitet den Schmerz auf typisch schnellen Beats und in gewohntem Nina Chuba-Ton – nicht per se klassisch traurig oder in einer ruhigen Klavierballade, sondern eher verständnisvoll und empowernd, was ihren Schmerz aber nicht geschmälert. Auf der neuen Single „3 Uhr nachts“, die im Zuge der Kampagne ihres kommenden Albums „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ erschienen ist, lässt ein kraftvoller, schneller Synthie beim Hören Ninas Kummer mitfühlen. Und das die Wahlberlinerin mehr als Partyhits kann, hat sie in der Vergangenheit ja schon mehrfach bewiesen!
Auf „3 Uhr nachts“ verbindet Nina lockere, moderene Popmusik mit einem traurigen Thema. Das gelingt ihr so gut, so echt und so glaubhaft, dass man trotz der Melancholie, zumindest musikalisch nicht auch noch in ein Loch gezogen wird. Nina erschafft mit ihrer Musik einen Raum, in dem man sich auch mal von Verlusten runtergezogen fühlen kann – auch wenn man das Gefühl hat, eigentlich schon drüber hinweg sein zu müssen.
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