Überraschendes Duett: Paula Hartmann veröffentlicht Song mit T-low
In unserer News zur Albumankündigung von Paula Hartmann hatten wir bereits darüber spekuliert, ob uns vor dem Release von „kleine Feuer“ am 08. März noch zwei weitere Singles erwarten könnten. Der Grund dafür waren zwei geblurrte Aufkleber auf dem Sticker-Bogen in Paulas Album-Bundel. Ihre neue Single „Sag was“ könnte nun der Beweis dafür sein, dass wir recht hatten, denn das kleine Mädchen und der Hase auf dem Artwork von „Sag was“ ähneln stark den verschwommenen Umrissen auf dem Sticker-Bogen.
Mit „Sag was“ geht Paula Hartmann nun nicht nur einen Schritt weiter Richtung Albumrelease, sondern auch ein Stück tiefer in die inzwischen ziemlich dunkel eingefärbten Abgründe ihrer Gedankenwelt. Seit dem Release ihres Debütalbum zeigt sich Paula Single um Single ein Stückchen finsterer. Kein Wunder also, dass sie sich für ihre neuste Single den Meister der Selbstzerstörung zur Seite geholt hat: T-low.
Sympathie für den Bad Boy
Im Interview mit 16Bars erzählt er, dass Paula Hartmann sich einfach bei ihm gemeldet habe, um zu fragen, ob er auf einen Song von ihr draufkommen mag. Erst später erzählt sie ihm, dass sie sich mit seiner Musik in Vorfeld gar nicht so sehr auseinandergesetzt hatte, sondern eigentlich nur die Hits kannte. Sie schaute ein paar Videointerviews mit dem umstrittenen Rapper und meldet sich dann bei ihm. T-low erklärt: „Sie fand mich halt so sympatisch, dass sie gesagt hat: Kommt, scheiß auf diese ganzen Skandale und Cancel Culture und so. Ich hol mir den aufn Song.“ – mit Erfolg!
Märchenpop trifft Emo-Rap
Anders als seine Vorgänger „Schwarz SUVs“ und „Candy Crush“, die mit tiefen Bässen und lautstarken Bläsern eine ungehaltene Wucht entfesselten, startet „Sag was“ mit einem zurückhaltenden Instrumental, dass durch leichtes Knacksen und Knistern klingt, als hätte man eine Vinyl aufgelegt. Darüber legt sich Paulas Stimme und zerläuft wie süßer Honig in schwarzem Tee. Schleppend baut sich der Track bis zur zweiten Hook auf, in der auch T-low dann mit einsteigt und beide gemeinsam flehen: „Sag was, komm sag was / Letzte Chance und sonst wars das / Guck nicht so, als wärs damals“. Diese herzzerreißenden, zweistimmigen Harmonien hätten viele dem kontroversen Rapper sicher nicht zugetraut – tatsächlich geht das Feature aber ziemlich stimmig über die Bühne und zeigt, wo die Parallelen zwischen Paulas Märchenpop und dem Emo-Rap der aktuellen Deutschrap-Generation liegen.
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