Unterwasser-Electronica: Xul Zolar gehen mit ihrer neuen Single auf Tauchgang
Das Genre Synth-Pop befindet sich seit seinen Anfängen in den späten 1970ern in stetigem Wandel. Und auch wenn die goldene Ära von Bands wie New Order, Depeche Mode und Soft Cell natürlich längst vorbei ist, gibt es heute neue Acts, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Dürfen wir vorstellen? Xul Zolar, eine Band aus Köln, die seit 2012 ihren ganz eigenen Synth-Pop-Entwurf präsentiert. Mit ihrer neuen Single „Underwater“ entführen sie das Genre in die Electronica-Tiefsee.
Schon seit 2012 veröffentlicht die vierköpfige Band ihre Musik, seither erschienen zwei EPs und 2018 das Debütalbum „Fear Talk“. Ronald Röttel, Gründungsmitglied und Stimme der Band, singt auf Englisch, mit der genau richtigen Menge an Pathos. Die Musik dazu klingt nach Indie-Gitarren, weichen Synth-Flächen und verspielten Elektro-Details – zumindest war das bisher der Fall, denn es scheint, als würde Xul Zolar mit ihrem kommenden Album „Heidelbach“ eine neue Richtung einschlagen.
Mehr Synth im Pop
Das kündigte schon im letzten Jahr die Single „Protocol“ an, die, wie nun auch der neue Song „Underwater“, gemeinsam mit Marius Bubat und Georg Conrad aka COMA produziert wurde. Deren Hang zu Electronica zeichnet sich auch in den neuen Songs von Xul Zolar ab, die spürbar digitaler und weniger Gitarrren-lastig ausfallen als bisher. Das Musikvideo zur Single „Underwater“ zeigt glitzernde Partikel in sattem Tiefsee-Türkis und so in etwa mutet auch der Sound dazu an. „Underwater“ klingt subtil, mit raschelnder Percussion und rhythmischen Synths-Stabs, die immer wieder aufflackern wie reflektiertes Licht unter der Wasseroberfläche. Diese erste Hälfte von „Underwater“ klingt geheimnisvoll und baut eine unterschwellige Spannung auf, die sich dann im zweiten Part auflöst. Der nasskalte Electronica-Taucheranzug wird abgestreift, der Song taucht auf, mit sattem Band-Sound und majestätischen Chören.
„Underwater“ zeigt, wie auch schon „Protocol“, dass Xul Zolar und COMA gemeinsam bestens harmonieren und stimmige Songs erschaffen können. Umso schöner also, dass diese fruchtbare Zusammenarbeit auch auf dem kommenden Album „Heidelbach“, das am 17. März erscheinen soll, fortgesetzt wird.
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