„Utopie“ und Melancholie: Ennio startet in ein neues Kapitel
„Aus is! Zapfenstreich auf der Wiesn!“ – vor wenigen Tagen ging das jährliche Oktoberfest offiziell zu Ende, doch für den Münchner Ennio steht direkt das nächste Highlight vor der Tür, dass nun ein neues Kapitel einläuten soll. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag erschien mit „Utopie“ die erste neue Single seit der Veröffentlichung seines „Rimini“-Tapes im April dieses Jahres. Damit sendete uns der Singer-Songwriter bereits kurz nach dem Release seine Debütalbums „Nirvana“ eine musikalische Postkarte aus dem Urlaub, auf der sich neben neuem Material auch Coverversionen von Songs von Udo Jürgens oder Mando Diao befanden. Diesmal meldet sich Ennio aber direkt aus seiner Heimat zurück und lässt im Livestream zum Release von „Utopie“ verlauten: Da kommt etwas Großes auf uns zu!
Lieblingsblumen und geheime Features?
Gemeinsam mit seiner Band ist Ennio eigentlich gerade ordentlich am Proben, denn bereits in wenigen Wochen geht’s auf Tour. Ein Haus im tiefsten Bayern dient den vier aktuell als Proberaum, in dem Tag für Tag an der perfekten Setlist getüftelt wird. Oder man findet sich einfach im Livestream zusammen. Pünktlich zum Singlerelease hat Ennio „Utopie“ nämlich im YouTube Livestream gestern Abend zum ersten Mal live mit seiner Band performt und im Q&A verraten das Pfigstrosen seine Lieblingsblumen sind. Wie es um ein Feature mit Jeremias oder vielleicht sogar Schmyt steht, wollte er dagegen nicht so richtig verraten. Dafür aber, was „Utopie“ für ihn bedeutet: „Der Song handelt von einem jugendlichen Mindset, wo ich so das Gefühl hatte, dass ich da bis vor ein paar Jahren noch so richtig drin war. Wenn man in diesem Mindset ist, fällt einem manchmal gar nicht so richtig auf, was man so macht und ob man mit seinem Verhalten oder seinen Aktionen vielleicht andere Leute verletzt.“
So luftig leicht „Utopie“ mit seinen sanften Gitarren und einem halligen Sound auch nach diesem klassischen Ennio-Indie-Pop-Sound klingt, so tiefsinnig und melancholisch ist für den Musiker selbst jedoch die Bedeutung des Songs. Denn was ist, wenn man selbst mal aus dieser utopischen Welt, die Ennio besingt, ausbricht? Folgt dann Realisation, Enttäuschung oder Verständnis? „Utopie“ findet hier die perfekte Balance. Und was das genau für die Zukunft von Ennio und seinem Sound bedeutet, das wird sich dann erst in den nächsten Monaten zeigen.
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