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Vega, Montez und Casper bleiben besser am Boden

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Für eingefleischte Deutschrap-Anhänger dürfte der letzte Release-Freitag eine große und äußerst angenehme Überraschung gewesen sein. Das „Freunde von Niemand“-Oberhaupt Vega hat mit „Am Boden bleiben“ nämlich einen Song mit den Bielefeldern Casper und Montez veröffentlicht, der die Herzen von Tag-1-Fans von Casper und Vega mit Sicherheit hat höher schlagen lassen. Denn ihr neues Feature besticht durch das, was die beiden auf einem Track wohl am besten können: Knallharte, kalte Realitäten und Gedankengänge ungeschönt, frei von Pathos und doch wundervoll nahbar in Reimform auf den (gegebenenfalls) atmosphärischen Beat bringen. Dabei scheint es offensichtlich vollkommen egal zu sein, ob der Beat von einem hochgepitchten Vocal-Sample (wie in „Lerne Laufen“, einem gemeinsamen Song von Vega und Casper aus 2008) oder einer markerschütternden Hook von Montez mit Hit-Potential bestimmt wird. Wenn diese beiden Ausnahme-Rapper zusammenkommen, bleibt das Ergebnis ein einzigartiger Song, der seine HörerInnen berührt. Inhaltlich möchten wir im Falle von „Am Boden bleiben“ nicht zu viel vorweg nehmen, aber so viel sei gesagt: Der Song dreht sich um verschiedene persönliche Umstände und Situationen, die einen selbst vom denkbar höchsten Höhenflug zurück auf den Boden der Tatsachen klatschen lassen, egal wie fern und abwegig man solche Dinge eben vielleicht vermutet, bis sie einen ereilen. Auf Rap-Ebene lassen die beiden sich natürlich keinesfalls Lumpen. Zu hören, wie geschickt Vega ältere Casper-Zitate oder etwa Zeilen aus seinem eigenen weitreichenden Oeuvre in seinen Part einfließen lässt, ist mindestens genauso spannend zu hören, wie die Art, wie Casper sich den Beat von Jumpa, Djorkaeff, Beatzarre und Kalli Bianco mit seinem Flow zu eigen macht.

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