Verregneter Alt-Pop aus einer anderen Zeit: Sofia and the Antoinettes veröffentlicht „OVERWHELMING FEAR“
Sofia and the Antoinettes Musik klingt wie aus einer längst vergangenen Zeit. Sobald die ersten Gitarrenklänge von „OVERWHELMING FEAR“, an die sich behutsam ein Summen anschmiegt, einsetzen, kommen Erinnerungen an Künstlerinnen wie Joni Mitchell und Lana Del Rey hoch, die Sofia beide als Einflüsse nennt. Mit der Schwermut erloschener Poet:innen wie Sylvia Plath haucht sie leichtfüßig und doch schmerzerfüllt ihre Zeilen.
Sofia and the Antoinettes: Von Vergänglichkeit und einem Pferd
„Als ich dieses erste Gitarrenriff hörte, fiel der Song einfach aus mir heraus, bevor ich überhaupt wusste, was ich sagen wollte“, sagt die Londoner Sängerin zu ihrem neuen Lied. Sehnsuchtsvoll erzählt sie über dem trüben Instrumental von Distanz, ihrer Angst vor Vergänglichkeit und vor einer schwindenden Präsenz. „I have this overwhelming fear / Of being someone you forget / Is that happening yet?“ Das skurril angehauchte Musikvideo fühlt sich an wie ein Tagtraum. Sofia wird mal im Pool, mal beim Beichten von einem Pferd begleitet – alles natürlich im Retro-Flair. Die Konzeptidee stammt von ihr selbst und ihrer besten Freundin, der zeitgenössischen Künstlerin Joan Horrach.
Wer direkt mehr von ihr hören möchte, muss sich leider noch gedulden. „OVERWHELMING FEAR“ ist erst ihr vierter veröffentlichter Song. Sofia begann letztes Jahr damit, Liebesbriefe in Songtexte umzuwandeln und releaste mit „Buried (In This Room)“ im Mai 2024 ihren ersten Track. Im Rahmen ihrer Residenz in der East-Londoner Bar Doña ließ sie ihre Musik reifen und wird nun in naher Zukunft ihre erste EP veröffentlichen. Wir sind gespannt!
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