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Videopremiere: Alex Lahey wünscht sich eine „Good Time“

Posted in: Premieren
Tagged: Alex Lahey

Alle von uns können ein Lied davon singen: Nach der Pandemie wieder so richtig aus dem Haus und unter Leute zu gehen, hatte etwas ungemein Befreiendes, wenn auch ein wenig Ungewohntes. Auch Alex Lahey stimmt zu, wir alle hatten es nötig: „I just want a good time / Don’t care how / But I know everybody needs it”. Die zweite Single aus dem kommenden, dritten Album der Australierin entstand auch durch diesen Moment der Realisierung, als sie nach langen Lockdowns wieder im Pub saß: „Wir beobachteten alle diese Unbekannten um uns herum, die diese ,was auch immer es kosten möge‘-Attitüde hatten, um das Beste aus der Nacht herauszuholen (aka sich abzuschießen). Es war ein kleiner Schock, nachdem man so lange eingesperrt war, aber es war auch irgendwie belebend.“

Diese unbeschwerte Einstellung merkt man „Good Time“ auch musikalisch an. Ein bisschen weniger rockig als noch die vorherige Single „Congratulations“ klingt der Song, denn es fließt noch mehr Pop ein. Zwar hat die Single altbekannte fuzzige 90er-Alternative-Rock-Gitarren, aber auch eine sehr einprägsame, fröhliche Melodie im Refrain. Es klingt fast ein wenig nach Country-Rock wie Sheryl Crow. Die Balance zwischen Pop und Rock, die Lahey ohnehin schon immer gut gelingt, kommt sicherlich auch durch Jacknife Lee zur Geltung, der auf ihrem neuen Album als Produzent und Co-Songwriter tätig war. Er hat seit Ende der 90er schon mit etlichen Künstler:innen aus der Pop- (Taylor Swift, Robbie Williams) und Rockwelt zusammengearbeitet (Weezer, U2).

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Das unterhaltsame Musikvideo zeigt Alex beim Versuch, bei einer Comedy-Open-Mic-Night zu überzeugen. Dort ist sie erst ziemlich aufgeregt und nicht gerade erfolgreich, besinnt sich dann aber neu und auf einmal nimmt der Abend einen makaberen Twist.

Das Positive im Außenseitersein

Mit „Good Time“ kündigt Alex Lahey auch ihr drittes Album „The Answer Is Always Yes” für den 19. Mai an. Der Titel stammt von einem Motto, das sie für sich gesetzt hat: „Ich habe das Gefühl, wenn man immer ja sagt und Sachen entdeckt, ist man immer in Bewegung“. In den Songs setzt sie sich mit dem Außenseitersein (z. B. aufgrund ihrer Queerness) auseinander und wie man das Positive darin sehen kann: „In einer Welt zu leben, die nicht für dich gemacht wurde, macht dich ziemlich stark und anpassungsfähig und du findest den Spaß darin. Es zeigt dir auch, wie absurd alles ist. Mit dieser Platte wollte ich komisch sein, weil die Welt komisch ist, und es ist noch komischer, wenn du realisierst, dass du nicht immer reinpasst.“

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