Videopremiere: Blick in die Psyche mit Arionce und „Your Spell“
Dass es auch im Rock-Genre um Mental Health Themen gehen kann, beweisen Arionce mit ihrer Single „Your Spell“. Durch das frisch erschienene Musikvideo wird die lyrische Ebene, in der es heißt: „Now leave me, so I can face myself„, eindrucksvoll verstärkt.
Arionce – Your Spell
Der Ansatz der in Berlin lebenden Band ist es, verschiedenste Künste – egal ob Film, Grafik oder Fotografie – mit ihrem Sound zu verbinden und eine Symbiose zwischen Bild und Ton zu erzeugen. Dabei lernen sie immer wieder neue Menschen kennen und können „über unsere Grenzen hinweg denken und das Grenzen-Sprengen fördern“, wie die Band sagt.
Wortwörtlich Grenzen gesprengt werden im Musikvideo von einem Protagonisten, der sich aus einer zweiten Haut schält. Zwischen flackernden Fernsehbildschirmen wirkt er hilflos und verloren, nachdem er sich außerhalb der geschützten Hülle neu orientieren muss. Regisseurin Tina Parbs erzählt dazu, dass sie versucht habe, die eigene Auffassung von Depression und die Mischung aus Passivität und im Innern gefangen zu sein, darzustellen.
Visuelle und musikalische Experimente
Neben visuellen Experimenten wagen Arionce auch in ihrer Musik immer wieder Neues auszuprobieren, was sich in langen Intros und Outros, Chören oder Synthie-Sounds niederschlägt. Der neue Song „Your Spell“ wirkt dagegen mit einem melodischen Intro aus Gitarren und Schlagzeug fast schon klassisch. Und doch schwingt hier wieder die ganz eigene Klang-Sprache von Arionce mit: Die einzelnen Töne stolpern über einander, überlappen sich und erzeugen einen ungewöhnlichen Sound.
Experimentell wird es auch auf dem neuen Album, wie die Band sagt: „Wir haben viel ausprobiert, haben mit verschiedensten Elementen und Sounds experimentiert und gemerkt, dass uns das extrem wichtig ist: sich ausprobieren, viel zu machen und vor allem viel Zeit zu investieren.“ Erscheinen wird die neue Platte „Calls From Afar Shores“ am 29. April.
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