Videopremiere: DOTE wollen raus aus der Vorstadt
Noch sind die Indie-Newcomer vielleicht ein kleiner Geheimtipp, aber das kann sich sehr schnell ändern. Jonah, Lukas, Niclas und Moritz nehmen dafür Gitarre, Bass, Drumsticks und Mikrofon in die Hand und zeigen, wie gut sie diese harmonieren können, um dem Indie alle Ehre zu machen. Das Spannende dabei: Sie setzen zwei Leadstimmen gekonnt zusammen, wodurch ihnen ihr typischer, nach vorne treibender Sound gelingt.
Das Kuriose: Die Band schreibt ihre Indie-Pop-Songs ausschließlich auf dem Handy, wir sind mittlerweile in 2021, da ist auch das durchausmöglich. Es gibt auch keinen festen Proberaum, denn ihr Sound entsteht online, was natürlich speziell in diesen Zeiten sehr nützlich sein kann. Thematisch behandeln sie in ihren Texten all das, was auf die Jungs eben so eintrifft, also vornweg ganz klassische Coming-of-Age-Geschichten über das jung, dumm und naiv sein.
Ihr neuester Song nennt sich „Suburbs“ und die, die in der Kleinstadt großgeworden sind, kennen doch bestimmt das Gefühl als Teenager, wenn die Vorstadt zu klein für einen wird und man einfach nur noch raus möchte. Auf „Suburbs” wird der jugendliche Leichtsinn und Übermut deutlich, der diese Zeit prägt. „What’s that ache in your chest / Is it a heart on high pressure / All the rules that they’ve set / Won’t tidy what we messed up”.
Das One-Take Musikvideo dazu findet passenderweise in einem verlassenen Haus in der Vorstadt statt. Der Protagonist, in Sturmmaske verkleidet, beginnt dabei Dinge aus dem eigenen Kinderzimmern mit einem Golfschläger kleinzuhauen. Der jugendliche Drang und Ärger ist einfach zu groß, jedoch wird das im Musikvideo erst gegen Ende ersichtlich, denn die komplette Sequenz läuft rückwärts ab und beginnt emotionsgeladen im Garten.
Dote zeigen uns einmal mehr, wie schön und manchmal auch unschön die Jugendzeit war. Hier geben sich große Emotionen, Naivität und Peinlichkeit die Hand und wir als Hörer:innen schwelgen dabei in Erinnerungen.
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