Videopremiere: Freak sind in „Europa“ auf der Suche nach ihrer Königin
Die Gründe, weshalb sich Musiker:innen dazu entscheiden, ein Instrument zu erlernen oder die Grenzen ihrer Stimmen auszuloten, sind so vielfältig wie die Farben der Regenbogens. Dass ein Arztbesuch jedoch den Beginn einer Karriere als Sänger:in ebnet, kommt vermutlich eher selten vor. Genau so, war es jedoch bei Benito Altmann, dem Sänger der Gruppe Freak. Nachdem er an Covid erkrankt und daraufhin zu einer Check-Up-Untersuchung seinen Arzt aufsucht, diagnostiziert dieser ihm ein überdurchschnittliches Lungenvolumen und spricht die Empfehlung aus, es doch mal mit dem Singen zu versuchen. Gesagt getan – das Ergebnis ist die Band Freak.
Benito Altmann hat sich bereits vor dem quasi „lebensverändernden“ Arztbesuch der Kunst zugetan – während seiner Lehrjahre in Spanien schreibt er Gedichte und besitzt sogar eine eigene Gitarre. Doch erst gemeinsam mit dem Pianisten Nico Christ und dem Schlagzeuger Alex Petri werden aus seinen Gedichten langsam Songtexte, später sogar echte Songs und am Ende tatsächlich ein ganzes Album. Dieses trägt den Titel „The Streets of Fiesta“, ist angeblich in nur zehn Tagen entstanden und in weiteren zehn aufgenommen worden. „Europa“ erscheint nun bereits als zweite Singelauskopplung aus „The Streets of Fiesta“ und feiert heute bei uns seine Videopremiere.
Der Beginn einer emanzipierten Kultur
In „Europa“ rufen Freak zu einem Neuanfang auf, dem Beginn einer emanzipierten Kultur und der emotionalen Befreiung von alten Ängsten. Hier gehen die drei Bandmitglieder wortwörtlich auf die Suche nach der Königin. Musikalisch verdeutlichen sie diese Stimmung des Fortschritts und des Aufbruchs vor allem durch futuristische Elemente und Charakteristiken des Alternative Rock und Punks – Future Punk, wie sie das Ergebnis auch selbst gern nennen. Die Gitarren knirschen und jaulen, Chor-Schnipsel erstrahlen und werden im nächsten Moment wieder abgewürgt.
Weniger „punkig“ wirkt auf den ersten Blick jedoch das Musikvideo zu „Europa“. So erzeugen altertümlich-gekleidete Protagonisten, Burgen und fast schon Sekten-ähnliche Zeremonien irgendwie das Gefühl, das wir Mittelalter stecken geblieben sind. Besonders in der Kombination mit Zeilen wie „Ich bin ein Alien“ und „Wo ist die Polizei, wenn man sie braucht“ lässt die videografische Umsetzung in ausschließlich Schwarz-weißen Bildern viel Interpretationsspielraum.
Die Band selbst sagt über das Video: „Freak hat eine einzigartige Energie und diese wird im Musikvideo zu EUROPA visuell großartig eingefangen. Wir lieben das Video weil es archaisch ist und dadurch die Aktualität des Songs in ein zeitloses Gewand packt.“
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