Videopremiere in drei Akten: Newcomer Levin Liam veröffentlicht mitreißenden Kurzfilm „For Myself“
Zeit – wenn uns das Corona-Virus im letzten Jahr eines im Überfluss geschenkt hat, dann ist es Zeit. Zeit, die uns insbesondere in den Phasen des Lockdowns die Chance gab, ein neues, skurriles Hobby zu entdecken oder alte, längst überfällige Projekte wieder in Angriff zu nehmen. Für Levin Liam bedeutete der erste Lockdown im März 2020 jedoch vor allem „Stillstand“, denn wenn dein alltägliches Leben quasi von sozialen Kontakten und persönlichen Begegnungen abhängt, dann reißt so eine Pandemie schon mal von heute auf morgen ein riesiges Loch in deinen Terminkalender. Statt Schauspielstudium und ZDF-Produktion hieß es für den gebürtigen Berliner, die neugewonnene Zeit also sinnvoll zu nutzen. Das Ergebnis ist nicht nur eine Bereicherung für den jungen Künstler selbst, sondern auch für uns.
Levin Liam – For Myself (Kurzfilm)
Wie sagt man so schön: „Früh übt sich!“ Und das jenes Sprichwort ganz besonders im Fall von Levin Liam zutrifft, zeigt sich heute. Schon im Alter von fünf Jahren beginnt er Geigenunterricht zu nehmen, um etwa acht Jahre später auf das Klavier umzusteigen und sich vermehr der Musikproduktion zu widmen. Hier probiert er sich in etlichen Genres und Stilen aus – vorerst in rein instrumentaler, neo-klassischer Klavierkomposition und später auch in verschiedenen Fusionen aus Hip-Hop und RnB-inspirierten Instrumentals. Doch die Musik soll bis auf Weiteres „nur“ ein Hobby bleiben. Beruflich schlägt der heute Anfang 20-Jährige nämlich schon recht früh eine schauspielerische Karrierelaufbahn ein: Seit 2012 wirkt Levin regelmäßig in diversen Kino- und Fernsehproduktionen mit, von denen er besonders durch seine Rolle in dem deutschen Spielfilm „Wolfskinder“ bekannt ist. Neben zahlreichen Auftritten im Tatort und ersten Synchronsprecher-Erfahrungen konnte man den talentierten Schauspieler außerdem in diesem Jahr bereits in „Louis van Beethoven“, dem biografischen Historienfilm über das Leben des deutschen Komponisten, sehen.
Aber zurück zur Musik, denn während Puzzle und DIY-Projekte im ersten Lockdown ein neues Revival erleben, arbeitet Levin Liam an seinen Songwriting-Skills: „Unter anderem habe ich viel mehr Musik machen können als vorher sowieso schon. Darin habe ich mich (was einen ganz neuen Aspekt für meine, vorher rein instrumentalen, Produktionen darstellte) lyrisch dann mit vielen, sehr persönlichen Themen auseinandergesetzt, die mein Leben und meine zwischenmenschlichen Erfahrungen der letzten Jahre durchzogen haben. Erstmal nur für mich.“ Doch dabei bleibt es nicht. Anfang 2020 veröffentlicht der Schauspiel-Stundent seinen ersten Song, über den sich der Kontakt zu dem Regisseur und Schauspieler Malte Thomsen aufbaut, der besonders in Hinblick auf unsere heutige Videopremiere eine wichtige Rolle spielt.
Gemeinsam tauschten die beiden Kreativköpfe visuelle Ideen aus und beginnen damit angepasst an die persönlichen Hintergründe der Tracks erste Video-Konzepte zu entwickeln, bis im August 2020 aus der Theorie endlich Praxis wird. Mit einem achtköpfigen Produktionsteam im Gepäck macht sich Levin Liam im vergangenen Sommer auf eine Reise über das ländliche Mecklenburg-Vorpommern bis in die Küstenregion Dänemarks, um den Film zu drehen, der bisher nur in den Skizzenbüchern existiert. Doch harmonischer und ästhetischer hätte man das Ergebnis kaum erzählen können: In den knapp neun Minuten Laufzeit des Kurzfilms treffen experimentelle, smoothe Klänge auf herzzerreißende, extrem emotionale Bilder und berichten von Trauer, Verlust, Liebe und Zweisamkeit. Auch wenn Levins warme und vertraute Stimme für die dynamischen und dramatischen Bilder zeitweise viel zu sanft wirkt, baut sich währenddessen eine besondere Spannung auf, die dem Projekt seine besondere Einzigartigkeit verleiht.
Levin Liam – Break Me
Diese spiegelt sich auch im Aufbau des Kurzfilms wieder, bei dem sofort klar wird, dass hier definitiv kein Anfänger am Werk ist, denn „For Myself“ ist nicht das Musikvideo zu einem einzigen Song. Stattdessen ist der Clip durch den Einsatz drei unterschiedlicher Songs („Lotto“, „For Myself“ und „So Sure“) in drei Akte gegliedert, bei denen man zuerst vergeblich nach einem Zusammenhang sucht. Doch auch dafür hat der Berliner Musiker eine Lösung: „Ein kleiner Hint ist, dass die drei Teile (getrennt durch die drei verschiedenen Songs) in umgekehrter Reihenfolge erzählt werden, was den dramaturgischen Bogen und die Wirkung auf die Zuschauer natürlich verändert.“ Wem das zu viel Interpretationsvermögen oder künstlerisches Denken abverlangt, der kann „Lotto“, „For Myself“ und „So Sure“ ab heute auch ganz einfach auf Levins brandneuen Debüt-EP „For Myself“ genießen und sich seine eigenen gedanklichen Bilder dazu ausmalen.
Levin Liam – For Myself
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