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Videopremiere: Indie-Hoffnung Minoa schaut zurück auf „Something Special“

Posted in: Premieren
Tagged: Minoa

Minoa ist eine dieser Künstler:innen, bei denen man manchmal glatt vergisst, dass sie aus Deutschland kommen. So international, so mühelos klingt ihr zurückgelehnter, schleppender Indie-Sound, den sie unlängst mit ihrem Debütalbum „Forward, Backward, Start Again“ präsentierte. Als wäre die Welt dieses Projekts nicht sowieso schon dicht genug, liefert Minoa nun ein Musikvideo zu „Something Special“ und hüllt den Song in knisternde VHS-Aufnahmen.

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Musik als ständiger Begleiter

Die ersten Lebenszeichen von Minoa finden sich 2021, aber auch abseits der Öffentlichkeit spielt Musik für die Newcomerin schon lange eine Rolle. Ina Klos, wie Minoa eigentlich heißt, wurde in Houston, Texas geboren, wuchs dann allerdings in einem kleinen Ort bei Hannover auf. Dort probierte sie sich früh musikalisch aus, nimmt Klavier- und Gesangsunterricht, versucht sich in der Schulband, im Chor und in einer Jazz-Formation. Der Funke ist da, und Minoa entscheidet sich nach der Schule für ein Studium im Bereich Popularmusik. Aber diese akademische Herangehensweise an das, was ihr so hoch und heilig ist, funktioniert nicht für Minoa und so beendet sie das Studium frühzeitig und setzt die Segel gen Berlin, um auf eigene Faust ihrem Traum nachzugehen. 

Minoa vertont die innere Gedankenspirale

Hier entsteht bis heute ihr verträumter Slacker-Indie, der sich vor international gefeierten Acts wie Big Thief, Soccer Mommy und Snail Mail zu keinem Zeitpunkt verstecken muss. Das liegt mit Sicherheit auch an Minoas Gesang auf Englisch, dem man jahrelanges Training sofort anhört – den Umstand, dass sie eigentlich keine Muttersprachlerin ist allerdings nicht. Mit „Forward, Backward, Start Again“ hat die Newcomerin nun kürzlich ihr erstes Album veröffentlicht und die Gedankenspirale im eigenen Kopf in acht Songs gebannt. Die bisher bekannten Singles gehen hier nahtlos in die neuen Albumtracks über und erzeugen eine dichte Atmosphäre, obwohl der Sound nie überladen, sondern eher reduziert gestaltet ist.

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Die Vergangenheit bleibt vergangen

Minoas Musik klingt nach vagen Erinnerungen, die nach langer Zeit wieder aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche getragen werden und zu diesem Bild passt auch das neue Musikvideo zu „Something Special“. In diesem Album-Opener besingt Minoa eben solche Erinnerungen an eine vergangene Beziehung, die durch den tröstlichen Gitarren-Klang noch einmal erstrahlt. „Slightly timid touching fingers, getting more and more secure“, singt Minoa und malt Bilder von Fingern, die über Haut huschen und von Stunden am Fluss, in denen man einfach nur in den Tag hineinlebt. Minoa schaut mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück und lässt diese vergangene Zeit ohne bitteren Beigeschmack Revue passieren, als wolle sie diesen Lebensabschnitt noch einmal würdigen.

Diese Sammlung aus Momentaufnahmen findet sich auch im Musikvideo, in dem Minoa mit einer weiteren Protagonistin zu sehen ist. Die beiden tollen durch den Park, balancieren über Steine, necken sich und tun, was man ebenso tut, wenn man vor Verliebtheit förmlich platzt. Aber das alles war „Damals“, nur eine Rückblick, wie uns die für VHS-Kassetten typischen Anzeigen in den Bildecken immer wieder ins Bewusstsein rufen. Die Vergangenheit ist schön und golden – aber sie bleibt die Vergangenheit.

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