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Videopremiere: Lophelia & Klan fühlen sich wie ein „Schwamm im Meer“

Posted in: Premieren
Tagged: KlanLophelia

Wir werden täglich von unglaublich vielen Informationen geflutet: Seien es Nachrichten über Verbrechen, die Verachtung der Menschenwürde, Kriege. Aber auch Werbungen für Produkte, die uns zu vermeintlich besseren Menschen machen – schöner, klüger, schlanker. Gleichzeitig will man für Menschen da sein, die einem Nahe stehen. In ihrer gemeinsamen Single „Schwamm“ verwenden Lophelia und die Brüder Michael und Stefan Heinrich, die gemeinsam das Duo Klan bilden, die Metapher eines Schwamms im Meer, um diese Überforderung zu verbildlichen: „ich kann nicht mehr / ich saug alles auf / wie ein schwamm im Meer / wie drück ich mich aus“.

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Nachdem die Single vergangenen Freitag erschien, präsentieren Lophelia und Klan heute das Musikvideo dazu. Eine Dokumentation eines Berliner Sommertags. In hellverwaschenen Farben streifen Lophelia und Klan durch Berliner Straßen, hängen in Parks herum, klettern auf Mauern, sitzen auf Bänken. Im Hintergrund sieht man häufig riesige Wohnkomplexe: Die urbane Tristesse, die durch den Kontrast der beiden Gesangstimmen noch stärker untermalt wird.

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Lophelias hohe, mit Hall unterlegte Stimme eröffnet den Song ganz sanft, begleitet von einem atmosphärischen Intstrumental. Bis ein Pop-Beat einbricht und die tiefe Stimme von Michael Heinrich von Klan singt: „hundert Liter Krieg / und tausend Liter Werbung / salzige Tränen / bittere Beschwerden / ich saug alles auf“.

Wer steckt hinter Lophelia

Lophelia begann zum Beginn der Pandemie Cover von deutschen Artists wie Blond, Lea oder Casper in seinem Wohnzimmer zu covern. Dabei filmte er sich, stellte diese Videos online und hatte Glück, dass Artists seine Versionen, die sound-technisch an Bon Iver erinnern, teilten und seine Musik dadurch an Aufmerksamkeit gewann. Mittlerweile veröffentlicht Lophelia auch eigene Songs, bleibt seinen musikalischen Anfängen aber treu und covert nach wie vor Pop-Songs in seinem Stil. Zu dem Song mit Klan sagt er: „Ich bin ein Mensch, der es andern immer recht machen möchte und dadurch seine eigenen Verlangen und Bedürfnisse häufig in den Hintergrund stellt – wie der Schwamm im Meer, welcher sich vergisst, zwischendurch mal auszurücken.“

Mehr über Klan

Das Geschwister-Duo Klan beschreibt sich als Pop-Chamäleon: Sie machen Pop-Musik, die mal ganz gefühlig ist, wie etwa auf ihrem Song „Dass du mich liebst“, mal etwas funkyer, wie auf „Juli“ und mal etwas punkig und gesellschaftskritisch, wie auf „Das Ende der Welt“. Die Brüder aus Leipzig haben schon als Kinder im Chor gesungen und machten später Straßenmusik. Stefan blieb weiter an der Musik, während Michael nach Berlin zog, um Medizin zu studieren. 2016 gründeten sie dann jedoch zusammen Klan und schreiben und produzieren seither ihre Musik zu zweit. Zu ihrem Song mit Lophelia sagen sie: „Der ist nicht für den Algorithmus der ist fürs Herz.“ Und darum soll es am Ende doch gehen.

Klan im Videointerview: „Sommerseite“, Corona-Lockdown und drei Jahre Bandgeschichte

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