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Videopremiere: Luis Ake schwört auf Hoffnung in Zeiten der Trauer

Posted in: Premieren
Tagged: Luis Ake

Schon längst steht außer Frage, dass Luis Ake sehr spezielle Musik macht – speziell, aber unheimlich gut. Nachdem sich der Stuttgarter anfänglich als Studiogitarrist, Dj sowie Techno- und House-Produzent versuchte, steht für ihn seit einigen Jahren sein Solo-Projekt an erster Stelle. Doch auch wenn der Fokus mittlerweile auf der Produktion eigener Musik liegt, so ist sein Sound alles andere als fixiert. Immer wieder finden Einflüsse aus New Wave, House, Techno oder Schlager ihren Weg in Luis‘ Schöpfungen und liefern Track um Track avantgardistische Genre-Fusionen, die es wirklich in sich haben. 

Luis Akes Debütalbum:

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Dass diese Art von Musik aber nicht nur Single-tauglich ist, beweist der Sänger 2019 mit seinem Debütalbum „Bitte lass mich frei“, welches den Facettenreichtum zwischen „Contemporary Schlager“ und NDW-Rave abbildet. Die Konstante ist dabei jedoch immer wieder Luis vertraute Kopfstimme, die den zum Teil wirklich abgespaceten Sounds den letzten Schliff verleiht. Die Falsettstimme, wie sie auch genannt wird, setzt Luis in der neuesten Veröffentlichung „Liebe“ ganz bewusst sogar ein, um Kontraste aufzuzeigen.

In „Liebe“ beschreibt Ake den Zustand, in den man fällt, wenn eine tiefe und langjährige Beziehung zerbricht und man ungebremst von Wolke sieben aus herunter in die Tiefe gleitet. „Liebe kommt so schnell nicht wieder / obwohl du sie gerade so sehr vermisst“, schmettert er über den groovigen Club-Houseigen Beat, der mit Panflöten-anmutenden Klängen veredelt wird. Doch das bedeutet für den Musiker noch lange nicht, die Flinte ins Korn zu werfen und aufzugeben. Stattdessen findet sich Luis im Gefühlschaos aus Traurigkeit und der Gewissheit, dass die Liebe mit der Zeit irgendwann wieder ganz von allein zu ihm zurückkommt, wieder. Getreu der Devise: Die Zeit heilt alle Wunden.

Luis Ake – Liebe

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Passend dazu tritt Luis Ake im Musikvideo zu „Liebe“ (gedreht von niemand geringerem als Tereza Mundilová) in Konversation mit einer Wolke, die immer weiter wegfliegt und den Singer-Songwriter schlussendlich allein und einsam auf der Welt zurücklässt. Spannend sind dabei aber vor allem die Locations, in denen der Stuttgarter performt: Vom menschenleerem Outback und vernebeltem Dornenwald bis hin zum traditionellen Motel-Zimmer ist alles dabei. Fun Fact: Die Szenen, in denen Luis in einem Apartment zu sehen ist, wurden genau dort gefilmt, wo auch das Musikvideo zu seiner letzten Single „Ein Schöner Traum“ entstand.

Aber auch wenn die Thematik „Liebe“ bedrückend und hoffnungsvoll zur selben Zeit ist, beweist der Track echte Tanzbarkeit und großes Suchtpotenzial – nicht nur nach der Liebe, sondern auch nach weiteren Songs aus dem Hause Ake. Wie gut, dass es bis zum 17. September nur noch knapp vier Monate sind, dann erscheint nämlich Luis Akes zweites Album „Ein Schöner Traum“ (produziert von Konrad Betcher), auf dessen Anspielstationen wir mehr als gespannt sind. 

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