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Videopremiere: Max Paul Maria hat kein Herz für „Cops“

Posted in: Premieren
Tagged: Max Paul Maria

„Paradigm Beach“ von Max Paul Maria hätte ein weiteres dieser introspektiven, intimen Pandemie-Alben werden können. Aber der Musiker mit Wahlheimat in Berlin hat eine andere Route eingeschlagen. Statt Singer-Songwriter-Minimalismus fährt er eine ganze Bandbreite an Genres und Sounds auf. Ein Manifest dieser Vielfalt ist der Song „Cops“, ein unbequemer Punk-Brecher, mit dem Max Paul Maria den Bands seiner Jugend huldigt und die Exekutiven dieser Welt hinterfragt.

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Genre-Vielfalt am „Paradigm Beach“

Max Paul Maria hat eine Stimme, wie sie viele seiner Kolleg:innen gerne hätten: charakterstark, rau, authentisch. Ein eigenes Instrument, das man nicht sonstigem Schnick-Schnack umgeben oder aufhübschen muss. Also hat Max Paul Maria das in den vergangen Jahren auch nicht getan und stattdessen seine Stimme oft nur mit reduzierten Gitarren-Klängen untermalt. Aber ausgerechnet mit seinem Pandemie-Album „Paradigm Beach“, dass der Wahlberliner im März veröffentlicht hat,  ist er aus dieser Welt ausgebrochen.

Stattdessen: Das erste Mal so richtig All-In in Sachen Produktion und Sound. In Grandpa Smokey’s Cellar Studio entstand ein Projekt mit der Ambition viele Genres zu umspannen und fülligen Band-Sound aufzufahren. „Paradigm Beach“ bietet groß-angelegten Nostalgie-Rock, Indie-Pop-Momente und alles dazwischen. Und dann wäre da „Cops“ – ein Song, der aus dem Album hervorsticht wie ein bunter Hund und heute mit seinem Musikvideo bei uns Premiere feiert.

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Von Frust und Punk

„Cops“ verweist unüberhörbar auf den Punker in Max Paul Maria, der schon vor dem Singer-Songwriter da war. Mit schrammeligen Powerchords legt er los und rezitiert feierlich seine Zeilen, mehr Spoken-Word als Gesang. Und obwohl seine Stimme so schön sein kann, steht es ihm ungemein, wenn sie das einfach mal nicht ist und die Inhalte in die erste Reihe rücken. „CUM EX, FRONTEX, tear gas, Mercedes Benz cars / fully erect Trump Towers and golden showers / I´d piss on you too / welcome to the greatest show on earth“, verkündet der Künstler sehr poetisch und ein wenig bitter. „Cops“ richtet sich gar nicht so konkret gegen die Polizei an sich, sondern will mehr Bestandsaufnahme sein, von einer kapital-getriebenen Welt, in der vieles falsch läuft und in der die Exekutive nicht immer die richtigen Leute zur Rechenschaft zieht. Dazwischen gibt es noch eine knallende Hook, in der die Produktion zu voller Größe aufläuft und sogar mit Chören daherkommt. 

Max mal zwei

Im zugehörigen Musikvideo sehen wir Max Paul Maria gleich in zwei Rollen seinen Song performen. Einmal im piekfeinen Anzug am gedeckten Tisch, mit Sahne auf dem Kuchen und Zucker im Kaffee. Und dann wieder mit abgerockter Jeansweste, in einer kurios eingerichteten Bar mit zerwetzter Couch und flimmernden Lichtern. Ob visuell oder musikalisch: „Cops“ zeigt Kontraste auf und lässt hoffen, dass der Punker Max Paul Maria sich auch mal auf Albumlänge durchsetzt.

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