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Videopremiere: Mina Richman singt in „Jaywalker“ über queere Freundschaft

Posted in: Premieren
Tagged: Mina Richman

Hinter dem Namen Mina Richman verbirgt sich die 24-jährige Deutsch-Iranerin Mina Schelpmeier, die sich für ihren Künstler:innen-Namen bei Cher inspirieren ließ, die ja einmal die schöne Zeile sang: „Mom, I’m a rich man.“ Mina ist in Berlin geboren, wuchs aber im beschaulichen Bad Salzuflen auf, das zwar auch ein kleines Kapitel in der deutschen Musikgeschichte geschrieben hat und als Keimzelle der Hamburger Schule gilt, ansonsten aber recht beschaulich ist. Für ihr neues Musikvideo, das heute bei uns Premiere feiert, kehrt Mina zurück in den Ort ihrer Jugend und verarbeitet darin Eindrücke und Empfindungen aus ihren Teenagerinnen-Tagen.

Ein Lied „für mich und für alle queeren jungen Menschen, die gerade jetzt während des Pride Monats auf Unverständnis und Zurückweisung stoßen.“

Mina Richmann erzählte uns über die Entstehung der intimen, wunderschönen Ballade: „‘Jaywalker‘ entstand an einem Freitagnachmittag allein in meinem Zimmer. Ich erinnerte mich an eine Songidee, die zusammen mit Andreas Zevgitis (er spielt Akustikgitarre auf dem Track) entstanden und nie fertig geworden war. Ich war allein, was mir schon immer schwerfiel und lenkte mich mit Musik ab. Erinnerte mich dabei an meine Schulzeit, in der ich oft nicht richtig reingepasst hatte und auch viel allein war.“ In der neunten Klasse sei sie schon mit Fliege und Hosenträgern in die Schule gekommen – Outfit-Elemente, die sie bis heute gerne aus dem Schrank holt, oft in Verbindung mit schicken Anzügen. Mina habe sich in der Zeit als Außenseiterin gefühlt, sagt sie: „Ich verbrachte die Pausen lieber mit Musikhören und Singen als mit meinen Mitschüler:innen im Pausenraum. ‚Jaywalker‘ fängt das ein, verarbeitet das ein Stück weit. Ich hatte an diesem Freitagnachmittag das erste Mal seit einer langen Zeit das Gefühl, mit mir gut zu sein, allein sein zu können und mir selbst gute Gesellschaft zu sein. Ich bin als Jugendliche gern über rote Ampeln gelaufen für den Adrenalinkick. So findet sich diese Suche nach kurzen Momenten der Freiheit, als auch Momente von Selbsthass und Eskapismus im Text wieder.“ Am Ende sei „Jaywalker“ aber „vor allem ein Stück hemmungslose Ehrlichkeit und meine Art zu sagen: ‚Es ist okay nicht okay zu sein, ich bin für dich da‘. Für mich und für alle queeren jungen Menschen, die gerade jetzt während des Pride Monats auf Unverständnis und Zurückweisung stoßen.“

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Das Video zu „Jaywalker“, das mit Krischan Rudolph und Leon Schäfer entstand, wirkt wie ein kleiner Coming of Age-Film und spielt sozusagen an den originalen Schauplätzen ihres Aufwachsens. Es soll, so Mina, diese „Suche nach Freiheit und Eskapismus einfangen. Zwei junge Menschen treffen unverhofft aufeinander und werden Freunde. In meinem Kopf sind die ungefähr so queer, wie Alexander Mau und ich auch in Wirklichkeit sind. Gedreht haben wir bewusst in Bad Salzuflen, wo ich aufgewachsen bin. Der Supermarkt, an dem wir uns gegenseitig im Einkaufswagen schieben lag auf meinem Schulweg und wurde auch deswegen als Drehort gewählt. Ich hatte an den beiden Drehtagen irre viel Spaß und habe vielleicht etwas Kindheit und Jugend nachgeholt. Ich habe sogar zum ersten Mal in meinem Leben hinbekommen Steine über das Wasser springen zu lassen. Einmal waren es sogar drei Hüpfer!“

Alles, was ihr über Mina Richman sonst noch wissen müsst, findet ihr hier. Außerdem möchten wir euch an dieser Stelle ihre Playlist „Bad Girls – Good Tunes“ ans Herz legen, das von ihrer vorherigen Single „Bad Girls“ eröffnet wird.

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