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Videopremiere: Mit ORI auf der Flucht vor dem gebrochenen Herzen

Posted in: Premieren

Der Singer-Songwriter und Produzent ORI, auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Ori Alboher, lebte für einige Zeit in Berlin, wo er auch sein zweites Soloalbum „1986“ veröffentlichte. Heute ist er wieder zurück in seiner Heimat Jerusalem und arbeitet fleißig weiter an seinem ganz speziellen und verführerischen Mix aus Ambient Elektronik, R&B und Pop. 

Seine neueste und mittlerweile dritte Single aus dem kommenden Album „Aryeh“ heißt „You Don’t Love Me” und beschäftigt sich mit der Flucht nach einem Beziehungsende. Er beschreibt dabei das Gefühl, dass einen immer wieder einholt und nicht mehr frei atmen lässt, weil man – egal, wohin man geht oder wo man sich versteckt – davon eingeholt wird. Es ist der Teil von einem selbst, der an dem Ort verloren gegangen ist, an dem man Verlassen wurde, den man nun schmerzlich vermisst. 

ORI – You Don’t Love Me

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Im Musikvideo zur Single wird diese spezielle Atmosphäre nun durch minimalistische Animationen aufgegriffen. Die unterschiedlichen grafischen Elemente wurden dabei von Dalia Castel erstellt und sollen die Flucht und den betäubten Zustand in der Schwerelosigkeit vermitteln. Jedoch bemerkt man schnell, dass die Schwerkraft einen immer wieder hart und unvermittelt auf den Boden der Realität zurückholt. 

Die drückende Stimmung fängt ORI dabei durch die dumpfen, hallenden Bässe perfekt ein und selbst die beschriebene Atemlosigkeit findet ihren Weg in den Beat. Diese Düsternis trifft dabei auf seine intime Stimme, die es schafft, die Kontraste zu glätten und einen Zwischenraum zu erschaffen, der sich im Verlauf immer wieder neu aufbaut und ineinander zusammenfällt. 

Charakteristisch für seine Musik ist auch das Verschmelzen der kulturellen Einflüsse – ganz nach dem Motto: „East meets West“, egal ob durch Gesang oder Musik. Trotz der traurigen Hintergründe des Songs morphen sich die spezielle Rhythmik und die melodischen Elemente zu einer unwiderstehlichen Kombination zusammen, der man sich kaum entziehen kann und bei der man nach knapp drei Minuten fast schon ein bisschen enttäuscht ist, dass der Song schon sein Ende findet. Doch mehr von ORI ist bald zu erwarten, denn das neue Album „Aryeh“ ist bereits angekündigt. 

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