Videopremiere: Odd Couple in ihrer eigenen „Bubble“
Seltsam zu sein, bedeutet ja nicht immer etwas Schlechtes. Und manchmal gibt es auch einfach kaum ein anderes Wort, dass eine Sache besser beschreiben könnte. Auch auf die Band Odd Couple und ihre Musik trifft das zum Teil zu. Was Jascha Kraft und Tammo Dehn, die zwei Multiinstrumentalisten hinter Odd Couple, nämlich aus kantigem Krautrock-Sounds und minimalistischem Dadaismus zaubern, ist für Mainstream-geprägte Ohren kaum zu greifen.
Odd Couple – Bubble
Seit 2014 machen die beiden gemeinsam Musik und schlängeln sich gekonnt durch diverse Subgenres des alternativen Rocks – immer gepaart mit einem Hauch glamourösem Pop. Vier Studioalben zählen Odd Couple schon zu ihrer Diskografie, Tendenz steigend, denn bisher konnten wir alle ein bis zwei Jahre einen neuen Langspieler des Duos in unserem Releaseradar begrüßen. Mit „Universum Duo“ erschien im ersten Pandemie-Jahr 2020 ihre letzte Platte, auf der auch „Dübelmann“ zu finden war.
Gemeinsam mit der Single veröffentlichten Odd Couple ein faszinieredes Musikvideo, das seine Fühler in der gesamten deutschen Indie-Szene ausstreckte. Der Grund? Natürlich Gastauftritte von alten Bekannten. Zusammen mit Drangsal, Kevin Kuhn von Die Nerven, Laura Lee von Gurr und Paul Pötsch von Trümmer schlüpften die Jungs von Odd Couple in übergroße Dübel-Anzüge und ließen einen humorvollen Heimwerker-Clip entstehen.
Odd Couple – Dübelmann
Nach knapp zwei Jahren gibt es heute neue Musik von Odd Couple auf die Ohren. „Bubble“ heißt die neue Single, die heute samt Musikvideo bei uns ihre Premiere feiert und ein Muss für alle Kraut- und Indie-Rock Fans ist. Reduzierte Lyrics, vorgetragen in einem Vibe, der uns an NDW-Bands wie Trio erinnert, treffen in „Bubble“ auf glänzende, spacige Synths der 80er-Jahre. Besonders im Intro erinnern diese zeitweise an Drangsals „Ein Lied geht nie kaputt“. Währenddessen schaffen es Jascha und Tammo mit ihrer Art und Weise zu singen, eine gewisse Lustlosigkeit und Missbilligung auszudrücken. An Sympathie büßen die beiden jedoch trotzdem niemals ein und verleihen dem Song stattdessen so eine ganz spezielle Atmosphäre.
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