Videopremiere: Portmonee lassen im neuen Song ihre „Bad Feelings“ los
Manchmal hat man das Gefühl, alle Menschen im eigenen Umfeld sind einfach nur glücklich und leben ihr bestes Leben – außer man selbst. Portmonee zeigen in ihrem neuen Song „Bad Feelings“ nun, dass dem nicht so ist, denn jede:r hat sein:ihr Päckchen zu tragen, auch wenn nach außen oft der perfekte Schein gewahrt wird.
Die Berliner Indieband veröffentlicht damit den ersten Song aus ihrem am 22. Februar nächstes Jahres folgenden, zweiten Album „Gesichter Ohne Menschen“. „Bad Feelings“ steigt mit einer immensen Kraft, Euphorie und dominantem Gitarrenintro ein, kommt dann aber schnell auf den Boden der Realität, um sich seiner Kernmessage zu widmen, die da lautet: „Lass dir von diesen giftigen Leuten keine schlechten Gefühle einpflanzen, sie haben auch nur Angst vor ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit. Und da machen wir nicht mit.“
Portmonee – Bad Feelings
Dennoch ist „Bad Feelings“ weniger eine Kampfansage und verbreitet viel mehr ein Gefühl von Gemeinsamkeit, ganz nach dem Motto: Lasst uns doch einfach aufhören etwas vorzuspielen und uns alle besser fühlen. In dem melodisch-verspielten, gitarrenbetonten Sound gespickt mit Gospelmomenten und Orgelklängen kann sich diese Gemeinschaft perfekt ausbreiten und wird auch im Musikvideo aufgegriffen.
Keine „Bad Feelings“ im Musikvideo
Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Ironie stellt dieses eine überzogene alte Nachrichtensendung nach. Zwischen verschiedenen Meldungen werden auch immer wieder Außenbeträge gesendet, in denen die sechs Mitglieder von Portmonee vor dem Stadion, beim Wetterbericht oder im Vatikan bei der Papstwahl den Song zum Besten geben. Mit billigen Kostümen und überholten Illustrationen ist das ganze bewusst mit Ironie verziert, unterstreicht damit aber die Leichtigkeit des Songs und erinnert an deutsche Indiegrößen wie Von Wegen Lisbeth.
Der Papstbezug wird auch im Text aufgegriffen, in dem es heißt: „Da sind bad feeling in weißem Rauch – lass los.“ Dieser weiße Rauch – der eigentlich die Wahl eines neuen Papst verkündet und somit für gute Nachrichten steht – ist hierbei auf die oft übertrieben positiven Erzählungen von Menschen zu übertragen, die im Inneren gar nicht so glücklich sind, sondern viel mehr von schlechten Gefühlen – Bad Feelings – begleitet werden.
Die haben beim Anhören des Songs aber ohnehin gar keine Chance mehr, denn man bekommt als Hörer:in ein rundum gutes Gefühl und ist gespannt auf das kommende Werk der Band, die im Übrigen schon Support für The Hunna gespielt haben.
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