Videopremiere: „Quality Time“ mit Anna Wydra
Die Songs von Anna Wydra sind unverblümt, ehrlich und auf eine sehr direkte Art humorvoll. Sie erzählen Geschichten aus dem Leben der Hamburgerin – besonders von den unbequemen Momenten.
So handelt ihr neuer Song „Quality Time“ von den Schwierigkeiten, die eine Beziehungsumstellung zur Polyamorie so mit sich bringt. Anfangs noch begeistert von der neugewonnenen Freiheit, war für die Sängerin ziemlich schnell klar, dass diese Beziehungsform nichts für sie ist. “My boy is off to fuck this girl / He held hands with on the park last night (…) / But now I feel like such a waste”.
Anna Wydra – Quality Time
Das Musikvideo zum Song könnte ein Auszug aus einem amerikanischen Collegefilm sein. Auf einem Sportplatz wird die Sängerin vom Sprint bis zum Weitsprung über den Platz gescheucht. Doch nicht nur das sorgt für eine amüsante Stimmung. Denn gegen Ende des Videos jagt die Künstlerin plötzlich einer Aubergine hinterher – eine Szene, an deren Stelle wir die Zuschauer:innen gerne ihrer eigenen Vorstellungskraft überlassen.
Humorvoller „Stray Cat Pop“
Generell versprüht Anna Wydra mit ihrer Band 2000er-Nostalgie a lá Wheatus. Musikalisch fügt sich die kantige, tiefe Stimme von Anna Wydra perfekt in die riffigen E-Gitarren – „melancholic stray cat pop“, wie die Sängerin ihren Stil selbst nennt, der im Indie- und Bedroom-Pop-Bereich einzuordnen ist.
„Quality Time“ ist Teil des Debütalbums „The Absurdity Of Being“ der Sängerin, welches noch in diesem Jahr seine Veröffentlichung feiern wird. Die Banalität der menschlichen Existenz ist oft Thema in der Musik von Anna Wydra, ansonsten dreht es sich viel um Beziehungen, Eifersucht aber auch Mental Health-Themen – alles immer verpackt mit einem Augenzwinkern, welches die Kunst der Sängerin sehr kurzweilig und unterhaltsam macht.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.