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Videopremiere: Ro Bergman zwischen atemberaubenden Naturaufnahmen und tänzerischer Hingabe

Posted in: Premieren

Schnee, soweit das Auge reicht, Temperaturen, die weit unter dem Gefrierpunkt liegen und ein meilenweiter Fußmarsch – für die Produktion seines Musikvideos zu „Animal“ nimmt der in Salzburg geborene Musiker Ro Bergman einige Hürden in Kauf. Als Skiführer fühlt sich der Österreicher umgeben von vereisten Hängen und weißen Bergspitzen absolut wohl, doch ein komplettes Produktions-Team inkl. Tänzern der Wiener Staatsoper und eine Kameracrew in die atemberaubende Kulisse der Kalkkögel (eine Bergkette im Süden Innsbrucks) zu bringen, ist eine Herausforderung. Das Ergebnis kann sich jedoch mehr als sehen lassen: In einer faszinierenden Szenerie liefern die beiden in Pelzen und Fellen gekleideten Protagonisten eine zeitgenössische Tanz-Performance ab, die nicht nur perfekt auf die epischen Klänge von „Animal“ abgestimmt, sondern auch durch die fesselnde Hingabe der Tänzer extrem emotional ist. 

Ro Bergman – Animal

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Inspiration für die Inszenierung seiner Single findet Ro in seiner eigenen Biografie sowie in den Vorkommnissen des letzten Jahres, als die Pandemie die Menschen in die häusliche Isolation zwingt und die Natur damit beginnt, erste Lebensbereiche wieder für sich zu gewinnen – ein Schauspiel, das wir jedoch auch andersrum beobachten konnten. Geplagt durch Einsamkeit und räumliche Enge treibt es insbesondere die GroßstadtbewohnerInnen vermehr in die umliegenden Wälder und Parks, sodass die Corona-Pandemie das bestehende Verhältnis aus Mensch, Tier und Natur infrage stellt und dessen Beantwortung weiter in den Fokus rückt. 

Auf abstrakte Art und Weise gipfelt diese Problematik auch in „Animal“, dem Song, den Ro Bergman bereits aufnimmt, als das Virus bei Weitem nicht die Spitze der Katastrophe erreicht hat. Doch in Zeilen wie „The ice is melting / times are changing / woods are burning / and I‘m in between“ wird deutlich, dass alternative Popmusik lange nicht mehr so aktuell war. Fazit: Hinter „Animal“ steckt nicht nur eine wirklich aufwendige Videoproduktion, deren Ergebnis ihren Zuschauerinnen den Atem raubt, sondern auch ein Künstler, der sich mit inhaltlicher und musikalischer Finesse auf gefühlvolle und durchdachte Art und Weise mit besonderen Problematiken auseinandersetzt. Für uns eine beeindruckende Kombination!

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