Videopremiere: Walking On Rivers im Zwiespalt zwischen Konformität und Auflehnung
Die Band Walking On Rivers hat sich nun diesen gesellschaftlichen Abgrenzungen angenommen und ihre kritische Haltung demgegenüber in den Song „Stay In The Box“ gegossen. Gleich zu Beginn wird mit Zeilen wie: “Take a look around / we celebrate what tears us apart / to blind to see our manier / Stay in the bars you’re in / there is no way to leave it” schnell klar, wohin sie uns damit führen wollen.
Die aktuelle Single der Gruppe ist somit eine allgemeine Bestandsaufnahme der damaligen und der heutigen Zeit. Begleitet wird diese von einer harmonischen Gitarrenmelodie, der warmen Stimme des Leadsängers und feinfühligen Drums. „Stay In The Box“ thematisiert den Konflikt zwischen dem Wohlfühlen in der Konformität und der Rebellion dagegen.
Walking On Rivers – Stay In The Box
Die Beobachtungen werden speziell im Musikvideo deutlich, denn auf fast vier Minuten wird unterschiedlichstes Videomaterial der jungen Geschichte gezeigt, um Vergleiche und Auswirkungen der letzten Jahrzehnte aufzuzeigen. Dabei sprechen Walking On Rivers die ganz großen Themen an: „‘Stay In The Box‘ thematisiert die vielen gesellschafts-politischen Ungerechtigkeiten und Stigmatisierungen, die tagtäglich zu erleben sind. Wir sind da als Gesellschaft an vielen Stellen vielleicht weiter als früher. Wären wir allerdings dort, wo wir heute sein könnten, müssten wir vielleicht nicht mehr so viele wichtige Debatten über Sexismus, Rassismus, übermäßigen Konsum, Kapitalismus oder den Klimawandel etc. führen.“
Gegen Ende hin wird immer klarer, dass die Dortmunder für das Ausbrechen plädieren und damit für die Veränderung. Dafür sorgen emotional aufgeladene Bilder von Widerständen, die den Weg für viele moderne Errungenschaften geebnet haben.
Das Stichwort Wandlung ist ein guter Punkt, denn auch bei der Band Walking On Rivers gab es ein Umdenken. Das dreier Gespann aus David Laudage, Martin Kreuzer und Sebastian „Borsti“ Pieper klingt nun eigenständiger denn je – sie haben sich musikalisch neu gefunden. Das bedeutet derzeit für sie eine Öffnung gegenüber Neuem und das Ausbrechen aus dem eigenen Genre. Die neugewonnene Selbstsicherheit wurde nun mit Produzent Sven Ludwig (OK KID, Lina Maly) in die kommende EP „Time To Lose Control“ verpackt. Anfang Juni wird das Mini-Album erscheinen und wir sind gespannt, wo die Reise der Band noch hingeht.
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