AB Syndrom im Interview: Implodieren, Männlichkeit und Indie-Sein
„Viele Songs sind wie Selbsttherapie“, erzählen Anton und Bennet im Interview mit Jannes. Die Texte von AB Syndrom entstehen oft intuitiv und bringen beim Schreiben erst ans Licht, was tief sitzt: Zweifel, Verletzlichkeit, Angst – und der Wunsch, offen damit umzugehen. Ein bewusstes Gegennarrativ zum toxischen Männlichkeitsbild.
Gleichzeitig markiert das neue Album „Implosion“ eine kreative Öffnung. Die Zusammenarbeit mit Blumengarten, Trille, Mine, Roger Rekless und Futurebae markiert äußere Einflüsse im bislang eher intimen Soundkosmos der Band. Die DIY-Mentalität bleibt aber trotzdem zentral: Produktion, Videos, Labelarbeit – alles passiert in Eigenregie, parallel zu den Brotjobs.
Im Interview wird deutlich, wie sehr AB Syndrom für eine gelebte Indie-Haltung stehen. Sie reflektieren die Mühen des Musikmachens im Streaming-Zeitalter, den Wunsch nach Sichtbarkeit und setzen dem bewusst eine radikal ehrliche Live-Performance entgegen – ohne Backingtracks mit maximaler Präsenz. Im April und Mai bringen AB Syndrom dieses Konzept gleich auf die Bühne.
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