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Die wichtigsten Szenen aus „Babo – die Haftbefehl Story“ – mit Sinan Sevinç und Juan Moreno

Posted in: Reaction
Tagged: Haftbefehl

Mit „Babo – Die Haftbefehl Story“ ist auf Netflix ein Dokumentarfilm erschienen, der den Ausnahme-Rapper Haftbefehl so nahbar und ungeschönt zeigt wie nie zuvor. In unserem Reaction-Video sprechen die beiden Regisseure Sinan Sevinç und Juan Moreno über die Entstehung des Films, die intensiven Dreharbeiten – und darüber, warum sie auch dem Mensch hinter Haftbefehl ein Denkmal setzen wollten.

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Das „Musikbrain“ Haftbefehl

Schon zu Beginn wird klar: Diese Doku war kein einfacher Dreh. Die Regisseure erzählen, dass die Arbeit an dem Film sogar mehrmals auf der Kippe stand. So stand nach einem Unfall auf der Bühne in Mannheim stand die Produktion infrage – bis Haftbefehl ein vierstündiges Interview gab, das alles verändern sollt: „Da war klar: Wir machen diesen Film“, erinnert sich Moreno.

Einer der Schlüsselmomente der Dokumentation zeigt Haftbefehl im Studio mit Haus-und-Hof-Producer Bazzazian. Eigentlich war die Szene nur als Testdreh gedacht – heute gilt sie als Herzstück des Films. „Da sieht man, was für ein Musikbrain er ist“, sagt Moreno.

„Babo – Die Haftbefehl-Story“: Zwischen Panikattacken und Menschlichkeit

Gleichzeitig sprechen die beiden auch offen über Haftis Schattenseiten: die psychische und körperliche Belastung, die unvorhersehbaren Drehs, all die Nächte ohne Schlaf. „Ich habe in Krisengebieten gedreht – aber die erste Panikattacke hatte ich nach fünf Tagen mit Aykut“, erzählt Moreno. Trotzdem überwiegt am Ende die Bewunderung: „Er hat ein Herz so groß wie eine Waschmaschine.“

Auch Haftbefehls Menschlichkeit und Großzügigkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film. Die Regisseure erzählen von unzähligen Geschichten anderer Künstler – wie Bausa, dem Haftbefehl eine Döner-Flatrate organisiert hat, oder Xatar, der dank seiner Hilfe aus der Haft kam. „Es ist fast unmöglich, jemanden zu finden, der schlecht über ihn redet“, sagt Sevinç.

Dass Haftbefehl dem Film am Ende ohne eine einzige Änderung zustimmte, zeigt das Vertrauen, das zwischen allen Beteiligten gewachsen ist. „Er hat uns umarmt und einfach ‚Danke‘ gesagt“, so Moreno. Mit „Babo – Die Haftbefehl Story“ ist den beiden ein eindringliches Porträt gelungen – über einen Künstler zwischen Genie und Selbstzerstörung, über Loyalität, Schmerz und den Drang, alles zu geben.

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