girli über ihre Lieblingsmusik
girli ist eine Künstlerin, die sich nie gerne in die glatte Pop-Schubladen einsortieren ließ. Die Sängerin aus London, mit bürgerlichem Namen Milly Toomey, verbindet seit ihren frühen Singles wie „So You Think You Can Fuck With Me Do Ya?“ oder „Girls Get Angry Too“ bratzigen Alt-Pop mit einer klaren Haltung. Auf ihren bisherigen Alben „Odd One Out“ und „Matriarchy“ ging es immer wieder um Selbstbild, Mental Health, Queerness, Feminismus und das Gefühl, sich in einer manchmal feindlichen Welt nicht kleinkriegen zu lassen.
Mit ihrem dritten Album „it’s just my opinion“ wendet sich girli wieder ihren musikalischen Anfängen zu. In North London wurde sie Zeitzeugin der Geburt des Indie-Sleaze und erzählt von durchzechten Nächten in Camden oder Konzerten in verschwitzten, stickigen Venues. Rein nostalgisch bleibt es trotzdem nicht, auch ihr neues Album zeigt sich kantiger und bewusst politischer denn je. Songs wie „Better Undressed“, „Slap on the Wrist“ oder „The Answer“ zeigen girli zwischen Trennungsschmerz, Wut über patriarchale Gewalt und queerer Selbstfindung. Für ein WHAT I LOVE hat uns girli besucht, um über die Musik zu sprechen, die sie geprägt hat, inspiriert und bis heute begleitet.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.