Bobby Fletcher & Koljah im Interview: „Manche Rapper sind zurückgekommen und waren dann einfach nicht mehr cool“
Wenn die Schulfreund:innen in der Sommerferien an den französischen und italienischen Küsten dieser Welt mit ihren Familien Urlaub machen und man selbst in der nordrheinwestfälischen Heimat zurückbleibt, dann muss man sich etwas einfallen lassen. In Düsseldorf errichtet man dann einfach ein „Düsseldörfchen“: eine Stadt, erbaut von Kindern – mit Bürgermeister, Bank und Radio-Station. Und in genau so einer Radio-Station lernten sich auch Bobby Fletcher und Koljah kennen. „Ich war zehn und du warst wahrscheinlich elf“, erinnert sich Koljah mit Bobby Fletcher im Interview, „Und dann haben wir uns jedes Jahr in den Sommerferien gesehen.“
Irgendwann beginnen beide unabhängig voneinander damit, sich für Rap und Hip-Hop zu interessieren und versuchten sich auch selbst am Mikrofon – sie machen „traurige Rap-Musik“, wie sie selbst sagen. Als Bobby Fletcher auf der Suche nach einem Gleichgesinnten ist, trifft er wieder auf Koljah. „Dann habe ich ihn angeschrieben und gesagt: ‚Wir sollten gemeinsam miteinander traurig sein und Musik für Leute in Embryonal-Haltung machen“, sagt Bobby Fletcher mit einem Augenzwinkern. Doch zwischenzeitlich verlieren sich die beiden wieder aus den Augen: Bobby Fletcher legt eine künstlerische Pause ein und Koljah wird Teil der Antilopen Gang.
Erst vor einiger Zeit finden die beiden über WhatsApp wieder zusammen. Aus täglichen, stundenlangen Sprachmemos entsprießt irgendwann die Idee, einen gemeinsamen Song aufzunehmen. Inzwischen ist daraus jedoch ein ganzes Album mit dem Titel „Viellicht ist es besser so“ entstanden. Im Interview erklären die beiden, wie es für Bobby war, nach jahrelanger Abstinenz zu wieder rappen, wie stark der Kontrast zwischen alten und neuen Projekten für sie ist und wie sie den gemeinsamen Sound gefunden haben.
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