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Micha trifft Newcomer Apollo Sissi: Ästhetik, Selbstliebe & Debütalbum „Shady & Schön“

Posted in: Videointerview
Tagged: Apollo Sissi

Apollo Sissi ist Rap-Newcomer aus Wien und macht vieles anders als seine Zeitgenossen. Das fängt schon bei seinem Künstlernamen an. Statt auf die Postleitzahl seines Heimatbezirks zu pochen, fusioniert er Apollo, den römischen Gott des Lichts und der Musik, mit Sissi, dem Spitznamen der berühmten österreichischen Kaiserin. Beide Charaktere passen wie angegossen zum extravaganten Stil, den der Rapper in seinen Songs auslebt. 

Statt stereotypischen Trap-Produktionen gibt es vergoldete Soul-Samples und einen Hang zum Extremen. „Das einzige, was ich dir verheimliche, / Sind andere Frauen und Kokain“, heißt es auf der Debüt-EP aus dem vergangenen Jahr, die der Newcomer selbstbewusst „und das bleibt für immer“ tauft.

Stichwort Selbstbewusstsein: Das lyrische Ich von Apollo Sissi ist ein Ego-Höhenflieger vor dem Herrn, der die schönen Seiten des Lebens zu genießen weiß. Immer wieder gibt es aber auch harte Brüche und Schattenseiten zu sehen und zu hören. Das dramatische Stück „Augen Rot“ kommt einem emotionalen Striptease gleich, während uns der kürzlich erschienene „Kylie’s Skit“ völlig unvorbereitet mit einem Beatswitch erwischt. 

Micha trifft Newcomer Apollo Sissi zum Interview

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Diese Gegensätzlichkeiten bilden den Grundstein für das Debüt-Album „Shady & Schön“, das im Mai erscheinen soll. Die prunkvolle Welt, die Apollo Sissi dabei aufbaut, is getränkt in Pathos: „Du hast eine Freundin? Freut mich, ich hab drei / Breitling-Uhr, Eiffelturm, nur weil es sich reimt / Justin Biebers Maskenbildner kommen für das Video / Sie sagen „Sissi, tut uns Leid, bei dir haben wir nicht viel zu tun““. Bevor man über Lines wie diese schmunzeln kann, kommt der nächste ganz große Kunst-Moment, der aus Augenrollen Staunen macht. Die unermessliche Arroganz eine Kollegahs oder Shindys mischt Apollo Sssi ganz selbstverständlich mit verletzlichen Einblicken und einer Zeitlosigkeit, die ihresgleichen sucht.

Apollo Sissi – What A Pity

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Für unser neues Interview trifft Micha den Newcomer in der Classic Remise Berlin. Umgeben von Oldtimern sprechen die beiden über den Werdegang zum Rapper, Ästhetik und Sissis Ansprüche an seine eigene Musik. Außerdem geht es um die neue Single „What A Pity“ und den schmalen Grat zwischen Selbstliebe und Arroganz.

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