Mit LoSin in Solingen: Hits aus dem Kinderzimmer, Drum & Bass und Handball
Viele Musiker:innen haben diesen einen Moment in ihrer Kindheit oder Jugend, an dem sie beschließen: Ich will Musik machen. Bei LoSin war dieser Moment auf einem Mittalter-Jahrmarkt! „Da saß so ein Typ am Klavier im Regen und hat ganz durchnässt gespielt. Da habe ich zu meiner Mutter gesagt: ‚Mama, das will ich auch machen!‘ Ich bin stehen geblieben und habe ihn eine halbe Stunde lang angehimmelt.“, erinnert sich Nils Strehlow alias LoSin zurück.
Von da an, stehen bei ihm alle Zeichen auf Musik! LoSin bekommt ein Keyboard und Klavierunterricht, kauft einige Jahre später seinem Opa den Windows 7 PC für 100 Euro ab und wünscht sich ein Mikro. Langsam aber sicher tastet er sich ans Musiker-Dasein heran und beginnt eigene Songs in seinem Kinderzimmer zu schreiben und zu produzieren.
LoSin schwebt zwischen Indie und Electronica
Besonders Künstler:innen wie Cro oder Sido tragen einen wichtigen Teil zu LoSins musikalischen Sozialisation bei, erzählt er: „Vor allem dieses ‚Raop‘-Album von Cro fand ich ganz ganz toll.“ Rap-Einflüsse sind in LoSins aktueller Musik aber eher selten. Das hört man auch auf seiner Debüt-EP „Momentaufnahme“, die im März 2025 erschienen ist. LoSins Sound siedelt sich irgendwo zwischen Indie, Elektronica und Drum & Bass-Einflüssen an. Zusätzlich trifft seine angeraute Stimme, die sich neben Musik-Kollegen wie Ennio oder JBS einreiht, den aktuellen Zeitgeist.
Pia hat LoSin in seiner Heimat Solingen besucht! Nach einem Besuch in LoSins Kinderzimmer und seinem Kellerstudio im Elternhaus, ging es für die beiden in die Klingenhalle. Hier hat LoSin jahrelang Handball gespielt. Der letzte Stopp führ die beiden dann ins „Alt Ohlings“, eine der Stammkneipen in Solingen.
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