Tigermilch im Interview: „Begeisterung ist die beste Inspiration!“
Mit ihrem kuriosen Bandnamen haben es sich die vier Mitglieder von Tigermilch nicht unbedingt einfach gemacht. Wer auf Google nach dem Begriff „Tigermilch“ sucht, der wird zuallererst mit Kino-Trailern und Filmkritiken bombardiert – so ist „Tigermilch“ nämlich ebenfalls der Titel einer erfolgreichen deutschen Spielfimproduktion aus dem Jahr 2017. Die gleichnamige Kölner Band gibt es hingegen in voller Besetzung noch gar nicht so lang.
Singer-Songwriter Ben Werchohlad legt gemeinsam mit Produzent und Schlagzeuger Philipp „PHYLLO“ Georg Schmidt erst im Jahr 2018 den Grundstein für die Gruppe Tigermilch. Keine schnulzige Kennenlerngeschichte, kein überflüssiges Brimborium. Einfach zwei Boys, die Bock auf Musik haben. Gemeinsam schleifen sie mit Einflüssen aus Neo-Soul und Indie-Pop sowie einem gewissen Hang zur Romantik ihren charakteristischen Sound und testen auf ersten kleinen Konzerten langsam aber sicher aus, ob der auch dem Live-Publikum taugt.
Tigermilch wird zur echten Band
Mittlerweile ist das Duo aber zu einer „richtigen“ Band herangewachsen: Im Laufe der Jahre 2019 und 2020 stoßen Bassist Eric Wieben und Gitarrist Tamim Ebadie dazu, die bis heute gemeinsam mit Ben und Phyllo die aktuelle Besetzung stellen. Und so schlagen Tigermilch dann erstmals 2020 mit ihrer selbst produzierten Debütsingle „Versprechen“ Wellen im Indie-Kosmos. Mit einer Attitüde, die an Bilderbuch erinnert und einem glimmenden Synth-Sound, der auch den Jungs von Jeremias gefallen dürfte, finden die vier Kölner ihre ganz eigene Nische in der deutschsprachigen Musikszene.
Diese haben sie inzwischen mit dem Debütalbum „Gelaber“ ausgebaut: 11 Songs zwischen Neo-Soul, Funk, Indie-Pop und Hip-Hop, alle verschieden, alle groovy und doch irgendwie aus einem Guss. Reggae-Einschläge geben sich die Hand mit rumpelndem Boom-Bap-Bounce, Latino-Rhythmen, gefühlvoller Gesang wird auf einmal durch eine lässige Instrumental-Interlude abgelöst. Aber was hat es denn nun mit dem titelgebenden „Gelaber“ auf sich? Und überhaupt: Warum denn bitte „Tigermilch“? Berechtigte Fragen, die die Band aus Köln in unserem Interview beantwortet. Außerdem geht es um ihren Lieblingssong auf der Platte, Deadlines und die Kunst des Zuhörens.
Wer Tigermilch gerne live zuhören möchte, kann das auf der ersten Tour der Band im Dezember tun! Tickets gibt’s hier.
„damit wir etwas bekannter werden“ Tour – präsentiert von DIFFUS
11.12.2022 Hamburg, Hebebühne
12.12.2022 Berlin, Kantine am Berghain
14.12.2022 Nürnberg, Stereo
15.12.2022 München, Milla
16.12.2022 Frankfurt, Brotfabrik
17.12.2022 Köln, Helios 37
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