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Von diesen Artists wünschen wir uns 2024 neue Alben

Posted in: Listen

Sam Fender

Wann können wir endlich wieder zu neuer Musik von Sam Fender durch unser Zimmer tanzen, während wir lauthals die tiefgehenden Texte mitbrüllen. Der Indie-Rock-Künstler aus Großbritannien schafft es wie kein Anderer seine Fans emotional abzuholen und gleichzeitig nicht in traurige sondern euphorische Stimmung zu versetzen. Mit seinen ersten zwei Alben „Hypersonic Missiles“ und „Seventeen Going Under“ beweist der Brite seine Stärke in ehrlichem, kraftvollen Songwriting, das ohne viel elektronische Add-ons große Emotionen auslöst. 2024 beginnt für seine Fans zumindest mit einem kleinen Treat: Sam Fender springt auf den Track „Homesick“ von Noah Kahan mit drauf. Und man sagt ja immer „Gut ding will Weile haben“– aber wir sind eben ungeduldig und wollen nicht mehr warten. Mal schauen, ob der Brite unsere Wünsche erhört.

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Drangsal

Pünktlich zu Weihnachten gab es ein musikalisches Geschenk, auf das viele seit 2021 warten: Neue Musik von Drangsal! Mit der Single „Life Is A Killer“ hatte der Singer/Songwriter bereits Anfang Dezember erstmals seit seinem Album „Exit Strategy“ eine Solosingle veröffentlicht. Die Hoffnung auf mehr war also entfacht und mit dem an Weihnachten folgenden Track „Kellerparty“ wiegte man sich fast schon in Sicherheit, dass endlich die vierte Drangsal-Platte ansteht. Seitdem ist aber leider wieder Funkstille, der Wunsch nach mehr größer denn je. Denn Drangsal hat schon in Pre-NNDW-Zeiten den 80er New Wave-Sound neu belebt und lässt uns mit „Life Is A Killer“ und „Kellerparty“ seinen Mix aus Indie-Gitarren, Chören und Post-Punk-Elementen in regelmäßigen Releases umso schmerzlicher vermissen.

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Schmyt

Schmyt befindet sich bereits in der zweiten Karriere-Blüte seines Lebens – denn vor seinem Rap-Sänger-Dasein, war er Teil der Indie-Band Rakede. Mit deren Ende startet die Solokarriere des Musikers, die sich wie ein Märchen liest: bereits mit der Debüt-EP „Gift“ sammelt Schmyt einen soliden Fan-Stamm. Das erste Album „Universum regelt“ geht dann erst recht durch die Decke, namhafte Features darunter Rin, Cro oder Majan und Auszeichnungen begleiten ihn auf den Weg nach ganz oben. Schmyt ist einer dieser Künstler, auf den sich alle einigen können – aber kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen! Zugegeben: „Universum regelt“ ist erst zwei Jahre her, wir vermissen Schmyt dennoch bereits schmerzlich und wünschen uns ein neues Album für 2024. 

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Domiziana

Domiziana hat es geschafft, sich in nur zwei Jahren zu einer der wichtigsten Galionsfiguren für Hyperpop aus Deutschland aufzuschwingen. Ihre Ästhetik zwischen Berliner Fashion Week und den Rave-Nächten danach trifft ziemlich genau das, was die Gen Z gerade sehen und hören will – kein Wunder also, dass sie gleich mit ihrer Debütsingle „Ohne Benzin“ an die Spitze der Charts geschossen ist. Hits kann Domiziana also schonmal, dass hat die Newcomerin auch danach durch Collabs mit Ski Aggu oder Badmómzjay unter Beweis gestellt. Was noch fehlt, ist ein Debütalbum – ein umfangreicher Body of Work, der den künstlerischen Charakter Domiziana mit mehr Tiefe als bisher zeichnet. Eine 15 Songs starke Tracklist kann man nicht nur mit Rave-Pop-Trance-Ohrwürmern füllen, es wird also spannend, was Domiziana dazwischen packt, wie ihre B-Seiten und Interludes klingen. Ihre jüngste Single „Katholisch erzogen“ zeigt dem Vatikan einen Mittelfinger mit laszivem Augenzwinkern und gibt schonmal einen Hinweis darauf, wie Domiziana jenseits ihrer großen Hits klingt – gerne mehr von dieser verruchten Anti-Alles-Energie.

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Edwin Rosen

Der Künstler, der wohl der Inbegriff der NNDW ist, lässt nach seinen letzten Releases ganz schön auf sich warten. Edwin Rosen begeistert uns seit vier Jahren mit Songs, die mit tanzbaren New Wave-Beats und emotionalen Texten überzeugen. In seiner Musik liegt eine gewisse Schwere und Melancholie, die wohl am besten mit dem Gefühl zu vergleichen ist, wenn man auf langen Zugfahrten aus dem Fenster schaut und die Welt an sich vorbeiziehen sieht. Auf einmal fühlt man sich ganz klein und abgeschieden, von dem was vor dem Fenster passiert. Mit Songs wie „leichter//kälter“, „Verschwende deine Zeit“ und „Vertigo“ erreichte der Musiker auf Spotify insgesamt bereits an die 100 Millionen Streams. Doch zuletzt ist es ruhiger um den Stuttgarter geworden. 2023 hat er mit „Kontrollverlust“ und „Die Sterne“ lediglich zwei Songs released und auch sonst bisher nichts Neues angekündigt. Mal schauen, ob seine Fans sich in diesem Jahr vielleicht endlich über ein Debütalbum freuen können. 

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Clairo

Wen die Welle von DIY-Bedroom-Pop, die in den späten 2010ern über die Musikindustrie gerollt ist, genauso gepackt hat, wie wir, wird um Clairo nicht herum gekommen sein. Gemeinsam mit Künstler:innen wie Girl in Red, Steve Lacy oder unlängst auch Pink Pantheress steht die US-amerikanische Songwriterin für eine neue Herangehensweise an Pop-Musik, die in den eigenen vier Wänden entsteht und durch ihre kleinen Imperfektionen irgendwie menschlicher klingt, als das was in den großen Studios dieser Welt entsteht. Mit diesen ist Clairo inzwischen aber auch bestens vertraut: Für ihr 2019 erschienenes Debütalbum „Immunity“ hat sie sich mit Vampire Weekend-Gründungsmitglied Rostam Batmanglij zusammengetan, den Nachfolger produzierte dann 2021 Jack Antonoff. Seither hören wir nur durch sporadische Features von dem spannenden Nachwuchs-Talent – aber unter einem kürzlichen Instagram-Post schreibt sie „Maybe this year“. Steht da vielleicht ein Album Nummer Drei in den Startlöchern?

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Leoniden

2017 mit dem selbstbetitelten Debüt-Album mit einem lauten Knall in wirklich alle Indie-Herzen Deutschlands geplatzt, haben sich die Kieler Leoniden über die Jahre als eine DER deutschen Live-Bands etabliert. Mit den darauffolgenden zwei Werken „Again“ aus 2018 und „Complex Happenings Reduced To A Simple Design“ aus 2021 haben die Fünf auch viel guten Stoff für ihre Konzerte auf Lager – aber langsam ist die Zeit für neuen Input aus dem Feel-Good-Indie-Lager gekommen. Also am besten ab ins Studio mit Jakob, Lennard, Felix, Djamin und Marike (früher JP). Und zwar am besten sofort, damit sie pünktlich zum Festival-Sommer mit neuen Tracks am Start sind! 

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Nina Chuba

Nina Chuba hat mit ihrem Debütalbum „Glas“ alles abgerissen, was nur ging. Nachdem sie sich von vielen Kriter:innen nach ihren Überraschungshit „Wildberry Lillet“ im Sommer 2022 anhören musste, eine „Industrie Plant“ zu sein und dem Druck ausgeliefert war, weitere Erfolgssingles nachzuschieben, wurde „Glas“ allen Erwartungen gerecht – übertraf diese sogar eher. Nina bewies, dass sie auf Albumlänge für Abwechslungsreichtum steht und dass auf „Glas“ völlig selbstverständlich Songs mit Tiefgang neben Party-Hits stehen können. Auf Tour gab es dann sogar erste Anzeichen auf Album Nummer zwei, denn hier spielte sie bereits den ein oder anderen unveröffentlichten Track. Zwar ist von denen bisher noch keiner erschienen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Berq

Der 23. September 2022 ist zwar nicht der richtige Geburtstag von Felix Dautzenberg, dafür aber der offizielle Geburtstag von Berq – denn an diesem Tag erschien seine Debütsingle „Echo“. Mit diesem Tag änderte sich das Leben des damaligen Abiturienten schlagartig. Plötzlich fingen sich Leute an dafür zu interessieren, was Berq da in seinem Kinderzimmer, später auch in seinem Studiokeller aufgenommen hatte. Knapp eineinhalb Jahren später hat Berq inzwischen seine ersten Live-Shows als Support für Artist wie Ennio und Schmyt oder auf Festival gespielt und außerdem mit dem Release seiner EP „Rote Flaggen“ 2023 der Welt sein Herz geöffnet. In fünf Songs erzählt Berq hier eine schmerzhafte Trennungsgeschichte, bei der man sie vielleicht fragt: Geht es noch weiter? Und wenn ja, gibt es ein Happy Ende? Das könnte Berq im besten Fall dann ja vielleicht auf Albumlänge weitererzählen, oder nicht? 

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Wet Leg

Die Musikerinnen aus Großbritannien legten im Jahr 2021 einen Raketenstart hin mit ihren zwei ersten Singles, die in ihrem Heimatland direkt auf Platz eins der Charts kletterten. An diesen Erfolg anknüpfend veröffentlichen sie im April 2022 ihr Debütalbum „Wet Leg“. Die Platte erfreut sich wieder großer Beliebtheit und lässt das Duo zu einer festen Größe in der internationalen Indiewelt heranwachsen. Und dann – Stille. Seit mittlerweile fast zwei Jahren müssen sich die Fans, abgesehen von einigen Rereleases und Remixes gedulden. Zugegeben: Rhian Teasdale (Gesang, Gitarre) und Hester Chambers (Gitarre, Backgroundgesang) lagen nicht nur auf der faulen Haut, sondern tourten unter anderem als Support für Harry Styles durch die Welt. Dieses Jahr sieht es bisher etwas ruhiger aus. Vielleicht bleibt da ja ein bisschen Zeit für die Produktion von neuer Musik – wir würden uns sehr freuen.

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