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Warum Frank Oceans Coachella-Auftritt ein Reinfall war

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Tagged: Frank Ocean

Die Erwartungen an Frank Oceans Auftritt beim vergangenen Coachella-Wochenende, waren, milde gesagt, unfassbar hoch. Die Show am Sonntag war seine erste Performance nach sechs Jahren und dafür gab es natürlich einige verschiedene Szenarien. Kündigt Frank ein neues Album an oder droppt direkt eines nach seinem Auftritt? Taucht er gar nicht erst auf und cancelled die Show last-minute? Nichts von beidem ist passiert, so viel sei schon mal gesagt, trotzdem kann man guten Gewissens sagen, dass Frank Oceans Set in die Coachella-Geschichte eingehen wird. 

Kein Stream und keine Eisläufer:innen

Das fing schonmal mit einem ersten Dämpfer an, den die Plattform YouTube im vorab bekannt gab: Frank Oceans Set würde anders als der Rest des Festivals nicht gestreamed werden. Also waren alle, die sich keines der teuren Coachella-Tickets leisten konnten oder wollten auf Privatpersonen wie morgandoesntcare angewiesen, die heldenhaft das Konzert von ihrem Handy aus abfilmten und ins Internet streamten. Was man dann da sehen konnte war – enttäuschend.

Dabei war der Aufbau der Show durchaus spannend: Frank Ocean spielte Songs von „Blonde“, „Channel Orange“ und „Endless“, teilweise im Original, teilweise aber auch als alternative Version. So gab es zum Beispiel eine modulare Synthie-Version von „White Ferrari“ oder eine Akustik-Version von „Pink + White“. Mittendrin dann ein Jersey-Club-DJ Set mit Remixen seiner großen Hits, warum nicht. Das Problem daran: Bei vielen der Songs sang Frank Ocean nur halbherzig zu einem Playback mit der Studioversion mit oder sang auch einfach mal gar nicht. Außerdem startete der zurückgezogene Pop-Star mit einer Stunde Verspätung und brach sein Set vorzeitig ab. Die Verspätung lag wohl drana, weil er Last-Minute ein aufwändiges Bühnenbild mit einer eigenen Eisbahn inklusive Choreographie kippte, obwohl dieses Konzept schon seit Monaten fest stand.

Ganz oder gar nicht

Letzteres lag wohl daran, dass sich Frank Ocean bei den Proben für die Show ziemlich heftig am Knöchel verletzt hat und daher eine richtige Headline-Show nicht überstanden hätte, weswegen er auch für den Großteil des Sets auf einem Hocker saß. Außerdem kämpft Frank Ocean weiterhin mit dem Verlust seines kleinen Bruders Ryan, der vor knapp zwei Jahren bei einem Autounfall tragisch ums Leben gekommen ist. Alles mehr als genügend Gründe, angeschlagen zu sein. Wenn es einem nicht gut geht, sollte man keine Show spielen – und erst recht keine so halbgare, wie die die es am Sonntag zu sehen gab.

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